Der Meister der 3. Handball-Liga Ost ist mit dem TV Großwallstadt bereits längst gekrönt, am letzten Spieltag (alle Partien am Samstag um 19 Uhr) konzentriert sich alles auf den Abstiegskampf.
Der HSV Bad Blankenburg steht nach dem 24:24-Unentschieden in Coburg am vergangenen Sonntag als erster Absteiger fest. Wie der Verein am Donnerstag bekannt gab, verzichtet der HSV nächste Saison sogar an der Teilnahme in der Mitteldeutschen Oberliga und startet einen Neuanfang in der Thüringenliga. Neben den Bad Blankenburgern müssen noch zwei weitere Mannschaften die Liga verlassen. Zum gefährdeten Quartett gehört auch die Reserve des HSC 2000 Coburg.

SV Anhalt Bernburg -
HSC 2000 Coburg II

Die Mannschaft von Trainer Martin Röhrig hat genauso wie die SG Bruchköbel den Vorteil, mit einem Sieg beim SV Anhalt Bernburg (10. Platz, 26:32 Punkte) den Klassenerhalt aus eigener Kraft zu schaffen, während Bad Neustadt und Gelnhausen auf fremde Hilfe hoffen müssen. Der HSC Bad Neustadt (14., 22:36) versucht sein Glück bei der MSG Groß-Bieberau/Modau (6.), die SG Bruchköbel (12., 24:34) muss zu GSV Eintracht Baunatal (7.) und der TV Gelnhausen (15., 21:37) bekommt es mit der HSG Rodgau Nieder-Roden (3.) zu tun.

Alle Abstiegskandidaten müssen also in der Fremde viel aufbieten, wenn sie die Klasse halten wollen. So muss auch die Coburger Reserve in Sachsen-Anhalt ihre Topform erreichen, um beide Zähler zu entführen. Denn schon bei einem Remis wäre der HSC II auf Schützenhilfe angewiesen. Die Vorbereitungen auf das wichtige Spiel in Bernburg waren für das Trainerteam Martin Röhrig/Ronny Göhl zufriedenstellend. Nach intensiven Übungseinheiten mit dem gesamten Kader wurde die Spielweise eingehend besprochen, mit der man dem Gastgeber entgegentreten will.

Im Hinspiel hatten die Coburger beim 32:25-Sieg klare spielerische Vorteile, aber alle Beteiligten wissen, dass man wieder auf hohem Level spielen muss, wenn es mit dem zweiten Sieg klappen soll. Bernburg geht ein hohes Tempo, hat einen wurfkräftigen Rückraum und mit Nico Richter und Steffen Cieszynski starke Schützen, die schon im Hinspiel für kleine Probleme in der HSC-Deckung sorgten. Dazu zeigten die Bernburger nicht nur beim Gastspiel in Coburg eine gute Moral bei größeren Rückstanden.

Die Röhrig-Schützlinge müssen das Konzentrationslevel also 60 Minuten hochhalten. Es ist ein mit hohem Einsatz beider Seiten geführtes Spiel zu erwarten, in dem sich die Gastgeber für den laut ihres Trainers Martin Ostermann "schlechten Auftritt" revanchieren will. Mit welcher Formation die HSC-Reserve die Partie angeht, wird kurzfristig entschieden.


Das Aufgebot:



HSC 2000 Coburg II: Tim Titze, Patryk Foluszny; Nikola Franke, Lukas Dude, Benedikt Kellner, Maximilian Drude, Jonathan Rivera, Christopher Härtl, Jakob Knauer, Dominik Bühler, Kenny Schramm, Andreas Wolf, Marvin Munoz