So ein packendes Volleyballspiel gab es in Coburg noch nie. Die VSG Coburg/Grub hatte am Samstagabend die beste deutsche Vereinsmannschaft und momentanen Tabellenzweiten der 1. Bundesliga am Rande einer Niederlage. Dass es am Ende nach fünf tollen Sätzen in der HUK-Coburg Arena trotzdem nicht zum Sieg reichte, lag an Kleinigkeiten.


Im Tiebreak hatten die Gäste einfach das Quäntchen Glück und siegten mit 15:13. Trotzdem konnten die "Schmiede" mit erhobenen Hauptes das Parkett nach über zwei Stunden Spielzeit verlassen, auf dem sie zuvor eine herausragende Teamleistung vollbrachten. Trainer Itamar Stein war voll des Lobes und erntete anerkennenden Beifall von den Fans.


Alle Sätze waren spannend und höchst umkämpft. Insgesamt dauerte der Schlagabtausch 137 Minuten. Doch die waren extrem kurzweilig, weil beide Teams ein Wechselbad der Gefühle erlebten und immer wieder von der vermeintlichen Siegesstraße herunter geschmettert wurden.

Die erste Satz ging hauchdünn an den Favoriten (23:25). Doch dann folgte der "Hammer": Mit 36:34 brachten die "Grünen" die Halle zum Beben und schafften den Ausgleich. Als danach der dritte Durchgang relativ klar an Friedrichshafen ging (18:25) schien die Messe gelesen.


Doch die Gastgeber kamen nach der Pause mit noch mehr Schwung zurück und schlugen wieder zurück. Und wie: Klar mit 25:19 zeigten sie dem hoch gehandelten VfB die Grenzen auf und erzwangen so einen Tiebreak. Dass dieser letztlich nach dem 28 Punkt verloren ging, konnte nichts daran ändern, dass diese starke Coburger Mannschaft allerbeste Werbung für den Volleyballsport an diesem Abend machte.

(Ausführlicher Bericht in der Montagsausgabe des Coburger Tageblatt)