Am verlängerten Mai-Wochenende sind 16 Coburger nach Regensburg gereist, um an den deutschen Sprintmeisterschaften im Orientierungslauf (OL) teilzunehmen. Aufgeteilt waren diese in eine Einzel- und eine Staffelentscheidung. Mitten in der Regensburger Altstadt befand sich das Wettkampfzentrum für die über 1000 Teilnehmer aus 13 Ländern. Ähnlich wie in Coburg 2011, als der TV Coburg-Neuses diesen Wettkampf im Hofgarten und der Innenstadt ausrichtete, ging es in hohem Tempo durch die Altstadt.

Für die OLG Regensburg, den ausrichtenden Verein, war es der vorläufige Höhepunkt der noch jungen Vereinsgeschichte. Innerhalb von zehn Jahren stieg der Club zu einem der größten OL-Vereine in Deutschland auf, hat einige Nachwuchs-Nationalläufer in seinen Reihen und ist in der Lage, einen solch schwierigen Wettkampf mit über 1000 Teilnehmern zu meistern.


Staffel erst zum zweiten Mal

Am frühen Sonntagmorgen stand die Einzelentscheidung an. Fast durchgehend platzierten sich Coburger Läufer im vorderen Mittelfeld. Martina Huth wurde in der Damen ab 55 Jahren Elfte, Irma Schwarzkopf 13. Johanna Scheler gelang in der Damen-Hauptklasse der Sprung in die erste Hälfte der 84 Starterinnen und wurde 39., Kitti Boros kam auf Platz 59.
Bei den Herren war Sebastian Vetter bester Coburger. Er kam bei insgesamt 112 Läufern auf Rang 35, Jan Schmidt und Fabian Scheler folgten auf den Plätzen 43 und 48.

Weitere Coburger Ergebnisse waren Klara Holzhaus (D14, 34.), Michaela Ciouniou (D45, 44.), Angelika Weid (D65, 7.). Daniel Ciouniou (H14, 21.), Uwe Weid (H35, 21.), Martin Holzhaus (H35, 32.), Stephan Krämer (H55, 32.) und Gheorghe Ciouniou (H55, 41.).

Spannend wurde es am Sonntagnachmittag. Erst zum zweiten Mal überhaupt nach 2016 wurde die deutsche Sprintststaffel ausgetragen. Zwei Herren und zwei Damen laufen in einem Team. Die Dame beginnt, dann folgen die beiden Herren, ehe die zweite Dame den Lauf abschließt. Besonders ist diese Form des Orientierungslaufs, weil ständiger Gegnerkontakt bei hohem Tempo vorhanden ist. Die Kontrollpunkte sind entweder für alle Teams gleich oder stehen nur wenige Meter auseinander, so dass blindes Hinterherlaufen beim Gegner nicht möglich ist.

Zwar hatte der TV Coburg-Neuses mit den Entscheidungen an der Spitze nichts zu tun, landete aber im Elitefeld auf einem passablen 18. Platz von 39 Staffeln. An den Start gingen Johanna und Fabian Scheler, Jan Schmidt und Kitti Boros.

Umrahmt wurden die Sprintmeisterschaften von zwei Bundesranglistenläufen am Samstag (Mitteldistanz) und Montag (Langdistanz). Das beste Ergebnis holte dabei Martina Huth in der Damen 55 über die Langdistanz. Sie wurde Fünfte.

Nun richtet sich der Blick für Coburgs Läufer nach vorne. In zwei Wochen finden die von Neuses ausgerichteten bayerischen Staffelmeisterschaften mit über 150 Teilnehmern im Callenberger Forst statt. fs