Die Spvg Ahorn 1910, der FC Haarbrücken und die Effect's 2012 Coburg sind die Finalisten des diesjährigen SÜC-Jugend-Cups. Vertreter des Sportverbandes, des BLSV, der SÜC Coburg und Redakteure des Coburger Tageblatts, der Neuen Presse und Radio Eins haben sich anhand von schriftlichen Bewerbungen für diese drei Jugendkonzepte entschieden.

Am 1. Juni dürfen die drei Vereine ihre Jugendabteilung bei der Finalveranstaltung in der Alten Pakethalle auf einer Bühne vorstellen. Wer die Jury am meisten überzeugt, wird mit 2000 Euro belohnt. Eine zweite Auszeichnung, den Publikumspreis, vergibt die Öffentlichkeit. Unter www.publikumspreis.suec.de können Sie ab heute für Ihren Favoriten abstimmen. Wer am Ende in der Gunst der Wähler ganz oben steht, wird am Finalabend bekanntgegeben. Der Preis ist mit 700 Euro dotiert. In einem Kurzprofil stellen sich die drei Teilnehmer heute im Coburger Tageblatt vor:


Effect's Coburg

Als karnevalistischer Tanzsportverein betreiben die Effect's 2012 Coburg e.V. den Turniersport in allen Altersklassen. Diese gliedern sich in Jugend (6-10 Jahre), Junioren (11-14 Jahre) und Ü15 (ab 15 Jahre). Darüber hinaus gibt es zwei Nachwuchstanzgruppen, um Kindern ab vier Jahren spielerisch den Spaß am Tanzen zu vermitteln, und an den Turniersport heranzuführen. Außer der Männertanzgruppe "Deffect's" gibt es keine Erwachsenengruppe. Daraus resultiert die Jugendquote von knapp 74 Prozent. 124 der 168 Mitglieder sind Kinder und Jugendliche. Die Effect's können also zu Recht behaupten, dass nahezu die gesamte Vereinstätigkeit aus Jugendarbeit besteht.

Um den Sportbetrieb aufrechtzuerhalten, sind aktuell 17 ehrenamtliche Trainer tätig, die ausnahmslos aus der eigenen Nachwuchsarbeit stammen. Darüber hinaus hat jede Mannschaft mehrere Betreuer, die bei Turnieren und Trainingslagern für einen reibungslosen Ablauf sorgen.

Um im karnevalistischen Tanzsport erfolgreich zu sein, benötigen die Tänzerinnen und Tänzer neben Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit auch schauspielerisches Talent. Als echte Teamsportler werden die Jugendlichen gleichzeitig in ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützt. Teamgeist, (Eigen-)Motivation, Fokussierung und Respekt vor den Mannschaftskollegen sind unabdingbare Voraussetzungen für den Erfolg.
Die Effect's haben sich zum Ziel gesetzt, Ihre Jugendarbeit durch gezielte Trainerausbildungen von Jugendlichen weiter zu professionalisieren, und noch mehr Kinder und Jugendliche für den Tanzsport zu begeistern. Mit dem Motto "Tanz mit uns!" treten sie aktuell bei Kindergarten- und Schulfesten auf und werben so erfolgreich neue Mitglieder. Weitere Infos gibt es unter http:// www.effects-coburg.de .


Spvg Ahorn

Die Spvg Ahorn ist ein Mehrspartenverein mit über 1000 Mitgliedern, der in zwölf Abteilungen ein breites sportliches und kulturelles Angebot im Rahmen herausragender Sportstätten und mit lizenzierten Übungsleitern bereithält. Mit einer "Turnzöglingsriege" begann im Jahr 1910 eine Jugendarbeit, die bis heute kontinuierlich ausgebaut und nachhaltig betrieben wird. Es werden aktuell über 300 Kinder und Jugendliche in folgenden Abteilungen betreut:
Fußball: 120 Jugendliche im Alter von 4 bis 18 Jahren nehmen in elf Mannschaften am Spielbetrieb teil, zuletzt mit der Meisterschaft der E1-Jugend.
Handball: 50 Jugendliche in fünf Mannschaften; Bezirkspokalsieger der weiblichen C-Jugend im Jahr 2015 (Spielgemeinschaft mit dem SV Hut).
Karate: Acht Kinder und Jugendliche; dreimal oberfränkischer Meister 2016.
Leichtathletik: 32 Kinder und Jugendliche; Oberfränkische- und Kreismeisterschaften: 9 Mal Platz 1 und 9 Mal Platz 2 in 2015/16; Sportabzeichen 2016: 10 Mal Gold, 8 Mal Silber. Seit Anfang dieses Jahres sind sieben afghanische und syrische Kinder integriert.
Turnen: 135 Kinder; die jüngsten unter ihnen (1,5 Jahre) findet man in der "Pampers-Turnstunde"; Oberfränkischer Vizemeister im Geräteturnen weiblich.
Tanzsport: Zehn Kinder und Jugendliche; Bayernpokal 1. Platz C-Klasse Latein. In der Theaterabteilung üben 17 Kinder für ihren großen Auftritt vor Publikum mit einem Theaterstück zur Weihnachtszeit.
Hockey: Mit der Neugründung dieser Abteilung im Herbst 2016 betritt der Verein in der Region Neuland. Bereits 30 Kinder begeistern sich für diese Sportart.
Neben der sportlichen Förderung und der Integration von behinderten und ausländischen Kindern sollen auch weiterhin die Gemeinschaft und die persönliche sowie die soziale Entwicklung durch gesellige Veranstaltungen, Trainingslagern und der Besuch von Sportgroßveranstaltungen gestärkt werden.


FC Haarbrücken

In Haarbrücken wird offiziell seit 1931 Fußball gespielt. In dieser Zeit durchlebte der Verein Höhen und Tiefen. Der Tiefpunkt war Anfang der 90er Jahre erreicht. Zunächst erlosch die Jugendarbeit und 1998 war dann auch für den Seniorenfußball Schluss. Nur ein Neuaufbau mit vernünftiger Planung und viel Idealismus konnte den Verein noch retten.

1995 gründete Rainer Koschwitz wieder eine Kinderturngruppe. 1997 erfolgte die Wiedergründung der Juniorenabteilung mit Meldung einer F-Jugend. Das Ergebnis von jahrelangem, ehrenamtlichem Engagement war die Meldung einer Seniorenmannschaft im Jahr 2008. Der Verein wurde jüngst für seine Jugendarbeit erneut belohnt, als die - fast ausnahmslos mit Spielern aus der eigenen Jugend bestückte - 1. Mannschaft den Aufstieg in die Kreisklasse errang.

Dennoch sehen die Verantwortlichen noch heute die Jugend als Herzstück des Vereins an. Mit aktuell sieben Mannschaften stellt der Verein seit Jahren die größte eigenständige Jugendfußballabteilung der Stadt Neustadt und ist mit seinen Mannschaften bis in die Kreisliga vertreten. Profitieren können sie dabei unter anderem vom Wissen der ehemaligen Nationalspielerin Marie-Luise Gehlen. Weiterhin existiert eine erfolgreiche Cheerleader-Abteilung mit dem Namen "Hairbridges" für Mädchen, um das Jugend-Sportangebot auf eine breitere Basis zu stellen.

Nach rund 190 Mitgliedern im Jahre 1998 hat der FCH heute 440 Mitglieder - etwa 50 Prozent davon sind Kinder und Jugendliche. Neben dem Spaß am Sport und an der Bewegung lernen die Kinder und Jugendlichen beim FC Haarbrücken gegenseitige Rücksicht, Toleranz und Teamwork. Ihre Identifikation drücken zahlreiche aktuelle und ehemalige Jugendspieler durch ihre ehrenamtliche Trainer- beziehungsweise Betreuertätigkeit im Juniorenbereich aus.

Seit dem Sommer 2015 wurden zahlreiche minderjährige, unbegleitete Asylbewerber erfolgreich in die Mannschaften aufgenommen, nachdem zuvor die Betreuung einer 20-köpfigen Sportgruppe zur Erstintegration übernommen wurde. Der Glaube an die Jugendarbeit hat den Verein zu neuer, alter Stärke geführt. ct