Nach der schwachen Saison in der 1. Bundesliga sind die Verantwortlichen der VSG Coburg/Grub bereit für neue Taten. Mit einer völlig neuen Mannschaft, einem anderen Trainer und jeder Menge Optimismus im Gepäck nehmen sie die nächste Herausforderung an.

Am Mittwoch, 24. Oktober, beginnt für die Coburger "Schmiede" beim Spitzenteam in Friedrichshafen bereits die dritte Serie im deutschen Volleyball-Oberhaus - die erste ohne ihren langjährigen Trainer Milan Maric. Aber nicht nur der eigenwillige Serbe ging von Bord, mit ihm auch fast die komplette Mannschaft. Berufliche und schulische Gründe seien im Regelfall ausschlaggebend gewesen. Doch darüber redet bei den "Grünen" längst keiner mehr. Ganz im Gegenteil.


"Es macht richtig Spaß"

Die Gegenwart und die nahe Zukunft stehen im Mittelpunkt. "Hier kann etwas Großes entstehen", sagt André Dehler, der Pressesprecher der Vestestädter. Nach dem klaren 3:0-Testspielsieg am Samstag gegen den ambitionierten Zweitligisten aus Eltmann war er voll des Lobes: "Es hat Spaß gemacht, der Mannschaft zuzusehen. Sie hat die nötige Konzentration gezeigt, die in der letzten Saison in engen Spielen oft gefehlt hat. Dieser Auftritt stimmt mich sehr positiv für die Saison."


Baxpöhler ist neuer Kapitän

Aber auch der neue VSG-Kapitän Noah Baxpöhler, einer der ganz wenigen Spieler, die dem Klub nach der letzten Serie die Treue hielten, ist zuversichtlich: "Alle Spieler wollten das Spiel unbedingt gewinnen. Nach der Niederlage in Dachau gegen Eltmann, als wir uns zu siegessicher fühlten, haben wir jetzt gezeigt, dass wir das höherklassige Team sind und unsere Stärken von Anfang bis Ende durchgezogen."

Das sieht der neue Trainer Itamar Stein ähnlich: "Ich bin zufrieden mit der Leistung. Eltmann ist ein Zweitligist mit Ambitionen, oben in der Liga mitzuspielen und deshalb keine Laufkundschaft für uns." Dem Coach, der sich letzte Saison eine schwere Halswirbelverletzung zuzog und deshalb vorerst nicht mehr mitspielen kann, macht die neue Rolle als Chefanweiser an der Seite Spaß: "Es ist toll mit diesem jungen Team zu arbeiten. Ich sehe wöchentlich Verbesserungen."


"Wir brauchen noch Sponsoren"

Alle Spieler sind nach Einschätzung von Dehler sehr engagiert bei der Sache und arbeiten seit Wochen im Training hart und fleißig. Sicher auch ein Verdienst des Trainers: "Itamar leistet hervorragende Arbeit", freut sich der Funktionär, der bis Saisonbeginn in drei Wochen aber vor allem sich und seine Vorstandskollegen in der Pflicht sieht. "Jetzt ist es die wichtigste Aufgabe, noch den ein oder anderen Sponsor zu überzeugen. Leute, die in dieses zukunftsfähige Team investieren."


Hochklassiges Starterfeld

Am Samstag findet in der Coburger Pestalozzihalle ein gut besetztes Turnier statt, bei dem die zahlreichen Volleyballfreunde in der Region Coburg ihre Mannschaft wieder unter die Lupe nehmen können. Dabei trifft die VSG Coburg/Grub auf die Bundesligisten von CV Mitteldeutschland und United Volleys Rhein-Main.


Tschechischer Superligist

Komplettiert wird das Quartett von einem tschechischen Superligisten. Ab 13 Uhr gibt es also hochklassigen Volleyballsport und die Möglichkeit, sich eine Dauerkarte für die Volleyballsaison 2015/2016 in der HUK-Coburg-Arena zu sichern.


Echte Standortbestimmung

"Uns erwarten wieder hochklassige Spiele gegen drei Erstligisten. Das wird eine echte Standortbestimmung für uns", ist sich Trainer Stein sicher.