Die Voraussetzungen für die vorletzte Partie in der 3. Handball-Liga Ost sind für den HSC 2000 Coburg II aufgrund des gleichzeitig stattfindenden Spiels der 1. Mannschaft nicht optimal, denn Trainer Ralf Baucke werden sowohl Tom Wetzel als auch der gegen Burgdorf II großartig aufspielende Lukas Wucherpfennig fehlen.
Die Erfolgsaussichten sind in dieser wichtigen Begegnung dadurch reduziert. Das Team ist aber keinesfalls chancenlos. Es wird viel darauf ankommen, ob sich das Team um den jungen Benedikt Kellner nicht wie im Hinspiel vor der Pause überrumpeln lässt, sondern mit einer konzentrierten Abwehrarbeit den Grundstein für eine erfolgreiche Revanche legt.

Zudem wird es auch darauf ankommen, dass im Angriff effektiv agiert wird und die sich bietenden Möglichkeiten auch genutzt werden. Den HSC-Trainern ist die Favoritenstellung des Tabellenvierten bewusst und sie wissen auch um die Schwere der Aufgabe beim MSG Groß Bieberau/Modau, der zu Hause nur schwer zu bezwingen ist.
Doch zu verlieren hat die Mannschaft um Franke und Karapetjan (zehn Tore im Hinspiel) nichts mehr und kann deshalb unbeschwert aufspielen. Den Spagat zwischen konzentrierter Einstellung und notwendiger Lockerheit zu finden, genau das ist die schwierige Aufgabe für das Trainerduo Ralf Baucke/Ronny Göhl. Gelingt es, die Truppe gut auf den Gegner vorzubereiten und im Spiel richtig die Zügel in die Hand zu nehmen, dann ist eine Überraschung möglich.

Der HSC II muss dafür über seinem Level spielen, schließlich hat der Gastgeber nur zwei Begegnungen in eigener Halle verloren und ist mit mehr als 30 Treffern in über der Hälfte ihrer Heimspiele auch im Angriff sehr stark. Beim 32:25 gegen Hanau lobte MSG-Trainer Ralf Ludwig die starke Defensive als Faustpfand für den klaren Sieg und das überfallartige Angriffsspiel seiner Mannschaft. Die HSC-Deckung um den Senior der Mannschaft, Jonathan Rivera, wird also ganz besonders zupacken müssen. Nur wenn sich die HSC-Defensive als stabiles Bollwerk präsentiert und die Kreise von Antreiber Benedikt Seeger und Kreisläufer Lukas Lorenz einschränkt, wird man beim Vierten etwas ausrichten.

Ralf Baucke brachte die Lage vor dem Spiel gegen Burgdorf auf den Punkt: "Da gibt es gar kein Gewackel, wir müssen das Spiel einfach gewinnen!" - dem ist auch vor dem nächsten Spiel nichts hinzuzufügen.


Die Lage in der 3. Liga Ost

Aus Coburger Sicht gehen die Blicke zu den Spielen nach Dresden, wo das sächsische Derby gegen die SG LVB Leipzig, mit einem Punkt vor den Coburgern, und nach Großwallstadt (gegen MSG Groß Umstadt), der sich zuletzt mit der Niederlage beim Absteiger einen Schnitzer erlaubte. Eintracht Hildesheim, zuletzt nur Remis in Leipzig, wird vor eigener Kulisse gegen TV Gelnhausen (12./24:20 Punkten) den 2. Platz nicht mehr hergeben wollen.