In der ersten von zwei Relegationsrunden um einen freien Landesligaplatz empfängt der FC Coburg am Donnerstag um 18 Uhr im Dr.-Stocke-Stadion in der Gruppe 2 den FC Vorwärts Röslau. Die Vestestädter finishten in der Landesliga Nordwest als 15., die Gäste aus dem Fichtelgebirge als 14. im Nordosten.

"Wir haben abgehakt, dass wir es an den letzten beiden Spieltagen der Punkterunde nicht geschafft haben, den Klassenerhalt auf direktem Wege unter Dach und Fach zu bringen. Jetzt fangen wir bei Null an und werden alles daransetzen, um unser Ziel auf diesem Wege zu realisieren", bekennt Coburgs Coach Matthias Christl.

Noch unglücklicher als der FCC rutschte der Widersacher aus dem Landkreis Wunsiedel bei Punktgleichheit aufgrund des schlechteren direkten Vergleichs gegenüber dem SV Mitterteich in die Relegation. Trainer Rüdiger Fuhrmann wird die Mannschaft nach der Relegation verlassen.

Matthias Christls Einschätzung lautet: "Wir haben mit Röslau, SpVgg Bayreuth II und dem BSC Saas Bayreuth eine ganz schwere Gruppe erwischt und Röslau dürfte der härteste Brocken überhaupt sein. Die besitzen ein erfahrenes, technisch versiertes und körperlich robustes Team, das Experten in der Tabelle viel weiter oben erwartet hatten. Mit dem tschechischen Innenverteidiger Jaroslav Smrha, dem Anfang dieses Jahres von der SpVgg Bayern Hof gekommenen Tobias Benker auf der Sechser-Position, Sebastian Hermann im offensiven Mittelfeld und Top-Torjäger Markus Walther besitzt Vorwärts vier Führungsspieler, die es in Schach zu halten gilt."

Ähnlich wie die Verantwortlichen der Vestestädter blickt auch Röslaus Vorsitzender Bernd Nürnberger auf eine unbefriedigend verlaufene Saison zurück: "Wir hatten riesengroßes Verletzungspech. Außerdem machte uns die Dominanz der vielen Konkurrenten aus dem Großraum Nürnberg/Fürth zu schaffen", bilanziert er. In Coburg steuert Nürnberger ein achtbares Ergebnis an, um im Rückspiel am Sonntag um 16 Uhr mit dem Heimvorteil im Rücken den Einzug in Runde zwei zu schaffen.

Der FCC Coburg dürfte mit der gleichen Anfangsformation wie bei der 1:2-Niederlage zum Saisonfinale in Fuchsstadt auflaufen. Im Tor wird erneut der erstmals eingesetzte 32-jährige Routinier Oleksandr Churilov stehen, der seit Februar in Coburg lebt. Er kam, wie bereits gemeldet, aus der Ukraine und verfügt über Drittliga-Erfahrung. Unwahrscheinlich ist der Einsatz von Goalgetter Daniel Sam wegen einer Oberschenkelzerrung. Neu zum Aufgebot stößt Johannes Westhäuser. "Ich erwarte von meinen Jungs eine konzentrierte und kontrollierte Spielweise. Zu viel Risiko könnte gegen Röslau gefährlich sein", so der FCC-Coach. Gespielt wird nach dem Champions-League-Modus. Bei Punktgleichheit nach zwei Duellen zählen die mehr erzielten Auswärtstreffer. Herrscht auch hier Gleichstand, geht es in die Verlängerung, anschließend gäbe es ein Elfmeterschießen.


FC Coburg gegen FC Vorwärts Röslau

FC Coburg (Aufgebot): Churilov / ETW Shabestari, ETW Knoch - Kimmel, Müller, Hahn, Guhling, Heinze, Krebs, Mosert, Schiebel, Carl, Scheler, Ehrlich, Puff, Köhn, Westhäuser, Schneider, Sam (?).
Trainer: Matthias Christl.