Ein traditionelles Derby steht auf dem Spielplan, wenn am Sonntag um 14.30 Uhr die Männer des TV Weidhausen gegen die SG Bad Rodach/Großwalbur antreten müssen. Beide Teams kennen sich aus ihrer langen Bezirksoberligazeit. Schon immer waren die Partien hart umkämpft, wenn der TVW und die SG Bad Rodach/Großwalbur die Klingen kreuzen mussten.

In der Tabelle trennen beide Teams momentan nur zwei Plätze - allerdings mit einem Fünf-Punkte-Vorsprung für die Gäste aus Bad Rodach. Die mühten sich in der Vorwoche zu einem hauchdünnen 25:24-Heimsieg gegen den HSC 2000 Coburg III, während Weidhausen gegen den HSV Hochfranken mit 20:33 deutlich unter die Räder kam.


Spielausgang völlig offen

Eine Woche hatte die Steinberger-Truppe Zeit, ihre Wunden zu lecken. Man hat sich hoffentlich daran erinnert, dass man gegen den Tabellenführer die ersten zwanzig Minuten gar nicht schlecht aussah, ehe plötzlich der Faden riss.

Was dann folgte, kann man sicherlich nicht als Maßstab für das anstehende Lokalderby sehen. Weidhausens Trainer Frank Steinberger wird vermutlich viel Zeit investiert haben, die Moral seiner Truppe wieder aufzubauen. Der Ausgang des Kräftevergleichs mit der SG Bad Rodach/Großwalbur erscheint völlig offen. Vielleicht erinnert sich der TVW ja auch an frühere Spiele, beispielsweise an ein Spiel, das man mit 34:30 für sich entschied.
Doch vor den Erfolg haben die Götter bekanntlich den Schweiß gesetzt und so ist Weidhausens Trainer Steinberger froh, dass fast alle Spieler einsatzfähig sein werden. Einzige Ausnahme ist Timo Goller, der wegen seiner Knöchelverletzung noch pausieren muss. Den Zuschauern darf man ein spannendes Lokalderby wünschen, bei dem beide Lager ihr Team lautstark anfeuern werden.


HSC mit Doppelbelastung

Vor einer schwierigen Aufgabe steht der HSC 2000 Coburg III am Samstagabend. Um 19.30 Uhr ist der Tabellendritte HC 03 Bamberg in der Coburger BGS-Halle zu Gast. Erschwert wird die Aufgabe durch das Bayernliga-Spiel der A-Jugendlichen gegen den TV Roßtal, das direkt zuvor stattfindet. Die Doppelbelastung war der Mannschaft bereits am vergangenen Samstag bei der SG Bad Rodach/Großwalbur anzusehen, als die Partie nach langer Zeit der Überlegenheit noch mit 24:25 verloren ging.

Bei der Philosophie des HSC sind zwar Siege nicht an jedem Wochenende Pflicht, aber in den Abstiegsstrudel möchte man sicher auch nicht geraten. Chancen sind am Samstag auf alle Fälle vorhanden, schließlich hat das Team vom Trainerduo Martin Röhrig und Andreas Gahn schon im Hinspiel dem Favoriten beim 24:26 kräftig Paroli geboten. Mit Platz 8 und 8:14 Punkten ist die Abstiegsgefahr für den HSC III noch nicht akut.

Die schlechtesten Karten in Sachen Klassenerhalt hat aktuell das Trio bestehend aus der SG 12 Bamberg/Hallstadt, TV Ebern und HG Hut/Ahorn mit jeweils vier Punkten. Doch wer wird seine Bilanz an den nächsten Spieltagen aufbessern können?


Abstiegskampf spitzt sich zu

Am Wochenende sieht es für die HG Hut/Ahorn und den TV Ebern gleichermaßen wenig rosig aus, denn die Schlusslichter empfangen mit der HG Kunstadt und dem HSV Hochfranken die beiden ungeschlagenen Mannschaften an der Tabellenspitze. Und auch der "Dritte im Bunde" darf sich nicht viel Hoffnung machen, denn die SG 12 Bamberg/Hallstadt hat mit dem Tabellenvierten HaSpo Bayreuth II ebenfalls eine schwere Aufgabe vor der Brust.

Die Möglichkeit, den Vorsprung auf die Abstiegsplätze auf vier Punkte zu vergrößern, hat die TS Lichtenfels im Heimspiel gegen SG Marktleuthen/Niederlamitz. Die Gäste aus Hochfranken (9:11 Punkte) werden sicher alles tun, um die Punkte aus der Korbstadt zu entführen, um nicht akut in Gefahr zu geraten. Das Hinspiel zum Saisonauftakt gewann die SG mit 30:24. Allerdings schwächelten die Marktleuthener zuletzt und mussten beim Schlusslicht Ebern mit einem 29:29 zufrieden sein. Vielleicht eine Chance für die Mannen von TSL-Trainer Uli Hillebrand.


Lichtenfels baut auf Anhänger

Doch auch die Lichtenfelser bekleckerten sich zuletzt nicht mit Ruhm. Zum Jahresauftakt setzte es eine 24:34-Niederlage in Bamberg. Die TSler bauen gegen Marktleuthen aber auf ihre Fans. Im Lichtenfelser Sportzentrum können sie der Mannschaft den entscheidenden Kick geben, damit die Punkte in der Korbstadt bleiben. kag/ebi/us