Waren es zwischenzeitlich mal elf Punkte Vorsprung auf Verfolger Oberhaid, ist das Polster des TSV Sonnefeld zwei Spieltage vor Ende der Bezirksliga auf zwei Pünktchen geschrumpft. Trotzdem hat die Elf von Spielertrainer Bastian Renk bei einem machbaren Restprogramm (zu Hause gegen Ebern und auswärts bei Schammelsdorf) noch alles in der eigenen Hand. Holt Sonnefeld den Dreier gegen Ebern und Oberhaid gelingt kein Sieg in Marktzeuln, wäre die Meisterschaft und der damit verbundene Aufstieg des TSV bereits am Sonntagnachmittag perfekt.

Den direkten Klassenerhalt könnte sich der TSV Mönchröden bei einem Heimerfolg gegen Schammelsdorf und entsprechenden Ergebnissen der Konkurrenz sichern.


TSV Sonnefeld aktuell

Wie so oft in der Rückrunde konnte der Tabellenführer sein Potenzial bei der 0:2-Niederlage bei Bosporus Coburg nicht vollständig abrufen. Die Gastgeber waren der erwartet spielstarke Gegner und haben das Spiel am Ende verdient gewonnen. Nicht einverstanden war Trainer Bastian Renk mit der "Dreifachbestrafung" seiner Mannschaft in der 73. Minute. Abwehrchef Ata Simitci verursachte einen für Renk fragwürdigen Elfmeter, wurde mit Gelb-Rot des Platzes verwiesen und hat sich dabei sogar noch schwerer verletzt. Für die letzten zwei Partien fällt der 33-Jährige definitiv aus.

Ein Ausfall, der Sonnefeld aufgrund der ohnehin schon angespannten personellen Situation, schmerzt. Gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten TV Ebern ist der TSV auf dem Papier dennoch klarer Favorit. Renk warnt trotzdem: "Es muss eine totale Leistungssteigerung von der Mannschaft kommen, sonst werden wir auch gegen den Tabellenletzten ohne Punkte dastehen."
Der Spielertrainer betont zwar stets, dass seine Mannschaft auch als Vizemeister eine erfolgreiche Saison gespielt hätte, macht aber auch keinen Hehl daraus, dass es für ihn doch enttäuschend wäre, noch kurz vor der Ziellinie von Oberhaid abgefangen zu werden. "Gegen den Tabellenletzten muss ein Sieg her, ohne Wenn und Aber. Das muss trotz der vielen Ausfälle unser Anspruch und Ziel sein."
Aufgebot: Jauch - Renk, Daumann, Peker, Jakob, Kunick, Thyroff, Kappenberger, Scheler, Demel, Reinsch, Muff, Keller, Pawellek, Faber
Es fehlen: Yesilyurt, Simitci, Schneider, Graf (?), Zapf (?), Rödel (?).


TSV Mönchröden aktuell

Der TSV Mönchröden hat am Sonntag beim letzten Auftritt der Saison im Wildpark erneut ein Schlüsselspiel. Zu Gast ist nämlich mit dem TSV Schammelsdorf ein Kontrahent, der in der Tabelle zwei Punkte vor den "Mönchen" liegt. Die Gäste hatten als 13. mit 17 Zählern auf einem Abstiegs-Relegationsrang überwintert, starteten aber im Frühjahr eine Aufholjagd mit nur einer Niederlage (in Mitwitz) aus elf Spielen. Zuletzt fuhren sie fünf Siege in Folge ein. Ein schwieriger Gegner für die Hüttl-Elf, zumal Schammelsdorf seit dem Aufstieg 2015 bei drei Duellen den Platz immer als Sieger verließ.

Der TSV ist sich auch bewusst, dass mit einem Heimsieg ein wichtiger Schritt zum Klassenerhalt getan werden kann. Der Abstand zu Relegationsplatz 12 beträgt nur zwei Zähler. TSV-Coach Thomas Hüttl setzt auf das Team das zuletzt in Ebern, allerdings erst nach einer überzeugenden zweiten Halbzeit, klar gewann.
Aufgebot: Wegener - Wicht, Walter, Späth, Wittmann, K.Greiner, Kirtay, Cannone, Bornitzky, K.Müller, Schmidt, Hüttner, Hübner, Stutzki, Carl, Treubel - Es fehlen: Endler, R.Greiner, Wanka (alle verletzt), Schulz (gesperrt).


SV Bosporus Coburg aktuell

Bevor der Aufsteiger aus Breitengüßbach im letzten Spiel in Ebern antritt, steht den Akteuren von Trainer Roman Herl ein sehr schweres Heimspiel gegen Bosporus Coburg bevor. Das Team von Trainer Mehmet Ciray hat sich nach einer kurzen Auszeit wieder auf seine Stärken besonnen und sich im vorderen Mittelfeld etabliert. Beim Sieg gegen Sonnefeld lieferten die Bosporus-Kicker in Unterzahl eine starke Defensivleistung ab und setzten vorne effektive Nadelstiche. Dies wird wohl auch beim TSV die Taktik sein. Nach dem 1:2 von Breitengüßbach in Stegaurach, bei dem der TSV mit nur zwei Auswechselspielern auf dem Zahnfleisch ging, wird es für die "Gelb-Schwarzen" gegen einen selbstbewussten Gegner, der ohne Druck aufspielen kann, schwer, etwas zu erben. Punkte brauchen die Hausherren im Rennen um den direkten Klassenverbleib unbedingt.