Sebastian Hinze, Trainer des Tabellenvorletzten und Gegner des HSC 2000 Coburg am heutigen Samstagabend in der 1. Handball-Bundesliga, gehört zum Inventar beim Bergischen HC 06. Bereits in beiden Vorgängervereinen des BHC, LTV Wuppertal und SG Solingen, war er aktiv.

Bereits bei der Gründung 2006 trug er zunächst das Trikot der Bergischen, sitzt seit 2012 auf der Trainerbank. Er hat alle Höhen und Tiefen durchlebt. Den größten Erfolg konnte der Bergische HC im vergangenen Jahr feiern, als das Final-Four-Turnier um den DHB-Pokal erreicht wurde. Erst im Halbfinale scheiterten sie in der Verlängerung am späteren Pokalsieger SC Magdeburg.

Für das Team von Hinze stehen in den kommenden Wochen im Hinblick auf den Klassenerhalt richtungsweisende Spiele an. "Trotzdem betrachte ich jedes Spiel für sich isoliert. Für mich ist die Partie gegen den HSC Coburg kein Endspiel. Wir haben noch 14 Spiele um unsere Ausgangsposition zu verbessern. Die ist im Augenblick nicht gut, das können wir aber noch ändern."


Richtungsweisende Spiele

Nach dem HSC gastiert seine Mannschaft beim TBV Lemgo, danach erwartet sie den SC DHfK Leipzig ehe es zum TSV GWD Minden geht.

Rückenwind hat der BHC durch den Sieg in Berlin bekommen: "Wir sind gut ins Spiel gekommen, haben uns nie abschütteln lassen und je länger die Partie gedauert hat, umso mehr hat die Mannschaft an sich geglaubt. Das Selbstvertrauen ist gestiegen und es hat sehr vieles funktioniert." Hinze will gegen Coburg genau daran anknüpfen: "Natürlich müssen wir uns das jetzt wieder neu erarbeiten. Der Erfolg hat extrem gut getan. Das merkt man auch im Training unter der Woche. Es ist ein Riesenunterschied, ob du eine solche Partie gewonnen hast oder nicht. Alle sind noch konzentrierter und fokussierter bei der Sache."


Spielmacher Szilagyi fällt aus

Für den HSC 2000 Coburg wird es dadurch sicher nicht einfacher. Aber ein Wermutstropfen hatte auch der BHC-Coach zu verkraften, den verletzungsbedingten Ausfall des reaktivierten Spielmachers Viktor Szilagyi, der das Managerhemd nochmals gegen das Spielertrikot getauscht hatte:

"Das schmerzt schon gewaltig. Wir wollten mit ihm durch die Rückrunde gehen, haben uns in der Vorbereitung im Januar darauf ausgerichtet. Außerdem fehlen neben ihm einige weitere Spieler wie Majdzinski, Hermann oder Gutbrod." Trotzdem sieht Hinze es positiv: "Das Erfolgserlebnis aus Berlin steht über allem, jetzt müssen wir den nächsten Schritt machen." Für den HSC 2000 Coburg also ein kniffliges "Kellerduell".