Die Mannschaft nahm verdient von den Würzburg Tropics II mit einem 82:61-Sieg zwei Punkte mit in die Vestestadt.


Würzburg Tropics II gegen
BBC Coburg 61:82

Vielleicht lag es daran, dass die Würzburger in ihrem Vereinsheim keine Weinstube, sondern ein griechisches Lokal eingerichtet haben. Jedenfalls tanzten die Coburger mit den Gastgebern gleich zu Beginn kräftig Sirtaki und konnten bereits nach zwei Minuten mit 8:0 durch Stawowski, zweimal Herold und Turan in Führung gehen, was den Würzburger Coach zu einer ersten Auszeit zwang.
Die Würzburger kamen hierauf besser ins Spiel und konnten auf 12:9 verkürzen, was wiederum den Coburger Coach Mick Böhm zu einer Neujustierung seines Teams veranlasste. Offenbar mit Erfolg, denn Eichelsdörfer mit einem " and one", Nord, Kapitän Albus und wiederum Eichelsdörfer per Dreier erhöhten zum Viertelende auf 26:15.
Im zweiten Viertel wogte die "Schlacht" hin und her, wobei Coburg immer die Führung behauptete. Herold und Eichelsdörfer veranlasste die Würzburger gekonnt zu Offensivfouls, im Angriff setzte Turan Akzente, zum einen durch einen verwandelten Drei-Punkte-Wurf, zum anderen durch ein schönes Anspiel unter den Korb auf Stawowski. Durch Nachlässigkeiten des BBC-Teams konnte Würzburg auf vier Punkte verkürzen, bis Herold per Dreier zum Pausenstand von 36:31 zu Gunsten des Spitzenreiters aus Coburg einnetzte.


Eichelsdörfer in toller Form

Hellwach kamen die Coburger Basketballer wieder aus der Kabine. Eichelsdörfer, der über das ganze Spiel hinweg eine feine Leistung bot, streute gleich einmal zwei Dreier ein. Walde wurde durch Turan mit einem klasse Pass von der Mittellinie bedient und erhöhte auf 55:31.
Erneut Walde mit einem "and one" und weiteren Freiwürfen erhöhte auf 52:36. Im Anschluss setzten Albus und Turan noch einen drauf, wodurch die Führung zum Ende des dritten Viertels 56:40 betrug.
Trotz dieser deutlichen Führung spürten die Zuschauer, dass das Spiel damit noch keineswegs entschieden war. Den Würzburgern war anzumerken, dass sie sich mit allen Mitteln gegen die drohende Niederlage stemmen würden. Dem entsprechend ließen die Gastgeber von Main in ihrer Intensität in der Verteidigung nicht nach und blieben mit einem Rückstand von zehn Punkten immer in Schlagdistanz. Einzig die schwache Freiwurfquote der Würzburger verhinderte Schlimmeres.
Erst als Eichelsdörfer mit erneut zwei Dreiern auf 66:51 erhöhte, stand für die zahlreichen Zuschauer fest, dass Würzburg an diesem Abend das Spiel nicht mehr würde drehen können. Albus mit einem Dunk in, Stawowski mit einem Tip in und Walde mit zwei verwandelten Freiwürfen stellten schließlich den am Ende deutlichen Sieg sicher.


Abschied von Conner Nord

Ein dicker Wermutstropfen mischte sich allerdings in die anschließende Siegesfeier. Der überaus sympathische und bescheidene junge Amerikaner Conner Nord muss aufgrund einer schweren Erkrankung in der Familie die Heimreise in die USA antreten und hat in Würzburg voraussichtlich sein letztes Spiel für den BBC Coburg in dieser Saison bestreiten können.
Alle mitreisenden Fans, die Vorstandschaft und das gesamte Team bereiteten ihrem äußerst beliebten Mannschaftskollegen einen emotionalen Abschied, bei dem manche Träne vergossen wurde.
Conner: "Ich habe mich in Coburg sehr wohl gefühlt und wurde vom Team und von den Fans fantastisch aufgenommen, wofür ich mich herzlich bedanke. Ich liebe Basketball, aber jetzt geht die Familie einfach vor. Ich bin mir sicher, dass das Team auch ohne meine Unterstützung die Saison erfolgreich zu Ende spielen und die Meisterschaft gewinnen wird".


Ohne den besten Rebounder

Die anstehenden nächsten schwierigen Aufgaben wird die Mannschaft damit ohne einen ihrer besten Rebounder lösen müssen.
Das Team hat sich allerdings fest vorgenommen, die Meisterschaft auch für Conner mit zu gewinnen. Die erste Gelegenheit hierfür bietet sich am Sonntag um 16 Uhr in der HUK-Arena, wenn sich die Gäste aus der Noris präsentieren werden.