Sonnefelds Einwohner müssen 2,9 Millionen Euro für die Wasserversorgung aufbringen. Diese Summe nannte Kämmerer Heiko Lech bei der jüngsten Sitzung des Werk- und des Hauptausschusses. Für die Gemeindewerke Wasser/Abwasser erwartet der Kämmerer bei Aufwand und Ertrag ein ausgeglichenes Ergebnis. Zur Finanzierung der angelaufenen Maßnahme Sicherung der Wasserversorgung wird die Bevölkerung per 1. Juli mit der zweiten Rate Verbesserungsbeiträge in Höhe von 2,9 Millionen Euro zur Kasse gebeten. 0,9 Millionen Euro Aufwand sind für Investitionstätigkeit im Bereich Abwasserentsorgung vorgesehen.

Anhaltende Unsicherheit zum Thema Straßenausbaubeitragssatzung lässt der Gemeinde Sonnefeld aktuell angeraten erscheinen, in diese Richtung keine Maßnahmen zu ergreifen. "Wir müssen sehen, wo die Reise hingeht", unterstrich Bürgermeister Michael Keilich (CSU) angesichts noch vorherrschender finanzieller Unwägbarkeiten.


Finanzieller Spielraum

Weitere Eckdaten des Gemeindehaushalts standen zur Beratung auf der Tagesordnung. Die Senkung der Kreisumlage auf 41 Prozentpunkte gewährt dem Kämmerer Heiko Lech im Haushaltsjahr 2018 einen finanziellen Spielraum in Höhe von rund 100 000 Euro. Ein stattlicher Betrag, der nicht "auf die Hohe Kante" gelegt wird, sondern zur Realisierung anstehender investiver Maßnahmen Verwendung finden soll, erläuterte Bürgermeister Michael Keilich den am Montag zeitgleich im Rathaus Sitzungssaal tagenden Mitgliedern des Werk- und Hauptausschusses. Sie erklärten sich mit dem Vorschlag der Verwaltung grundsätzlich einverstanden. Im zusammengefassten Entwurf für das bereits laufende Haushaltsjahr ist ein Volumen von 13,6 Millionen Euro zu stemmen: 9,8 Millionen Euro im Verwaltungs- und 3,8 Millionen Euro im Vermögenshaushalt.
Das vom Kämmerer Heiko Lech vorgelegte Planwerk ist bis zu Beratungen in den Fraktionen noch zu verfeinern. Eine Genehmigung ist für die Aprilsitzung des Gemeinderats zu erwarten. Einnahmen aus der Gewerbesteuer sind mit 3,0 Millionen Euro vorsichtig geschätzt. 2,4 Millionen Euro erwartet der Kämmerer aus Einkommensteuerbeteiligung, weitere 0,4 Millionen Euro aus der Umsatzsteuerbeteiligung und 0,5 Millionen Euro Schlüsselzuweisungen.


Keine neuen Kredite vorgesehen

Mit jeweils gut zwei Millionen Euro sind Personalausgaben und Kreisumlage nahezu gleich hoch angesetzt. Die vorgeschriebene Mindestzuführung zum Vermögenshaushalt (0,14 Millionen Euro) wird voraussichtlich um 0,4 Millionen Euro übertroffen. Trotz des erneut erhöhten Volumens sind im ordentlichen Haushalt neue Kreditaufnahmen nicht vorgesehen. Zugesagte Investitionszuschüsse summieren sich auf mehr als eine Million Euro. Schwerpunkte in der 1,3 Millionen Euro Haushaltsstelle Baumaßnahmen bilden 0,9 Millionen Euro für den Ausbau Thüringer-/Bieberbacher Straße sowie für die Erschließung des Baugebietes Zeppelinstraße sowie 0,1 Millionen Euro für den Bereich Friedhof. oe