In der Landesliga Nordost geht es Schlag auf Schlag. Heute Abend ab 18.30 Uhr haben der TSV Sonnefeld (gegen TSV Neudrossenfeld) und der VfL Frohnlach (bei der SpVgg Erlangen) die nächste Chance, um zu punkten.
"Wir haben gegen Neudrossenfeld in der Sommervorbereitung ein Testspiel bestritten. Das war sehr lehrreich für die Mannschaft. Dabei wurde uns aufgezeigt, was auf uns in der Landesliga zu kommt und das hat sich bisher absolut bestätigt", sagt Bastian Renk.
Neudrossenfeld sei eine sehr spielstarke und erfahrene Mannschaft, die seinem Team vor der Saison absolut überlegen war. Der Sonnefelder Spielertrainer geht mit seinem Team hart ins Gericht (dazu auch Interview, rechts), stellt sich im nächsten Atemzug aber sofort wieder schützend vor sie: "Wir sind definitiv überzeugt, das wir besser spielen können und werden."


TSV Sonnefeld

Neudrossenfelds Trainer Werner Thomas steht auch unter Erfolgsdruck, denn die gegenwärtige Situation nach vier Spielen und nur vier Punkten ist ungemütlich. Thomas gibt sich realistisch: "Wir müssen in Sonnefeld punkten, sonst laufen wir wieder hinterher. Sonnefeld kommt viel über den Kampf und verfügt über einen sehr euphorischen Anhang. Meine Jungs können es und müssen einfach ihre Leistung abrufen, konsequent im Torabschluss sein, sich auf ihre Leistung konzentrieren und die über 90 Minuten aggressiv durchziehen."


VfL Frohnlach

Da Innenverteidiger Krüger angeschlagen ausfällt und auch Mittelfeldspieler Knie aufgrund seiner roten karte nicht mitwirken darf, wird die Personaldecke beim VfL Frohnlach bereits am 5. Spieltag dünn. Die Mannschaft von Trainer Oliver Müller stellt sich heute Abend beim Auswärtsspiel bei der SpVgg Erlangen quasi von selbst auf.
Dem Trainer sind früh in dieser Saison die Hände gebunden, trotzdem gibt er sich kämpferisch: "Für uns ist es jetzt wichtig, endlich was aufs Papier zu bringen. Wir wollen in Erlangen die ersten Punkte holen". Bisher ging seine Mannschaft viermal in Folge leer aus.
Dabei produzierten die "Blau-Weißen" vor allem regelmäßig individuelle Fehler, die sie auf die Verliererstraße schickten. "Das Gute an der Englische Woche ist, dass wir gleich weitermachen müssen und wir gar nicht mehr groß über das letzte Spiel nachdenken können", schwor Müller seine verschworene Gemeinschaft in der Abschlusssitzung noch einmal ein und hofft nun auf eine Trotzreaktion in Mittelfranken.

Interview mit Bastian Renk

Hallo Herr Renk, was war zuletzt los? Erst die 0:7-Pleite dann 1:3 in Lichtenfels!
Bastian Renk: Wir haben es wieder nicht geschafft, unser Potenzial abzurufen. Es waren nur 25 gute Minuten in der ersten Halbzeit dabei, die eben nicht ausreichen, um Spiele zu gewinnen. Hinten verschenken wir Tore und vorne bekommen wir den Ball nicht über die Linie! Der Auftritt in Lichtenfels war ernüchternd und zeigt, das wir noch nicht das Niveau haben, um Spiele für uns zu entscheiden.

Aber genügend Potential steckt doch in der Truppe, oder?
Wir sind definitiv davon überzeugt, das wir besser spielen können und auch werden. Und das wollen wir gegen Neudrossenfeld zeigen.

Was wollen Sie heute Abend gegen Neudrossenfeld besser machen?
Ich denke, nach den letzten Spielen werden wir auf keinen Fall blauäugig in das Spiel gehen. Wir wissen, was wir zu tun haben und müssen es endlich einmal umsetzen. Sollten wir unser vorhandenes Potenzial abrufen können, haben wir die Möglichkeit etwas Zählbares zu holen. Es muss der Mannschaft bewusst werden, dass wir Spiele nur mit einer überragenden Leistung gewinnen werden.
Es müssen die Zweikämpfe angenommen werden, hinten konsequent verteidigt werden und vor dem Tor müssen wir endlich einmal mehr Entschlossenheit zeigen. Wir werden nicht solche Geschenke bekommen, wie wir sie unseren Gegner zuletzt gemacht haben.

Wie können Sie dem treuen Sonnefelder Anhang Hoffnung machen, damit heute der zweite Saisondreier gelingt?
Ich bin guter Dinge, dass wir uns besser präsentieren, wie in den Spielen zuvor. Zudem hoffe ich, dass uns unsere Fans, weiterhin so zahlreich unterstützen. Die Mannschaft hat letzte Saison überraschend die Meisterschaft in der Bezirksliga geholt. Jetzt darf man nicht erwarten, dass es in einer extrem starken Liga gleich so weiter geht.
Die Fragen stellte
Christoph Böger