Gerade wird der Ortskern von Sonnefeld untersucht. Das mit der Untersuchung beauftragte Stadtplanungsbüro erstattete in der Gemeinderatssitzung am Mittwoch Bericht. Das Gremium hat alle Informationen zur Kenntnis genommen, aber noch keinen Beschluss gefasst. Sonnefeld verfolgt mit der Anfertigung der Voruntersuchung das Ziel, ins Bund-/Länderprogramm Städtebauförderung aufgenommen zu werden. In Absprache mit der Regierung von Oberfranken wurde der Bereich von der Thüringer Straße im Westen bis zum Ortsausgang in Richtung Weidhausen (Unterdorf) im Osten erweitert. Anfang 2019 wird das Konzept der zusammenfassenden Dokumentation erwartet. Auf jeden Fall wird der Bereich Klosterschule in das Sanierungs- und Baugebiet aufgenommen werden. Denn nach einem gravierenden Wasserschaden sind in diesem Bereich im Rahmen der Ortskernsanierung Modernisierungs- und Verbesserungsarbeiten vorgesehen.

Gebührenentlastung für Wasserverbraucher

Auf nachhaltige finanzielle Entlastung können sich Wasserverbraucher im gesamten Versorgungsgebiet der Gemeindewerke in den nächsten zwei Jahren freuen. Schon mit Wirkung vom 1. Januar 2019 wird die Abwassergebühr um 18 Cent auf 2,36 Euro pro eingeleitetem Kubikmeter gesenkt. Gleichzeitig steigt aber der Wasserpreis um 4,2 Prozent von bisher 1,42 auf 1,48 Euro pro Kubikmeter. Die Grundgebühr bleibt unverändert. Das ist das Ergebnis einer im zweijährigen Turnus erfolgenden kostendeckenden Gebührenkalkulation. Das von Kämmerer Heiko Lech vorgelegte und erläuterte Zahlenwerk war im Werkausschuss vorberaten worden.

Nach Zustimmung aller drei im Gemeinderat vertretenen Fraktionen finden die Änderungen in nach Ortsrecht zu ändernden Satzungen ihren Niederschlag. "Bei rund 290 000 Kubikmetern Verbrauch ergibt sich pro Kalenderjahr eine erhebliche Einnahmeminderung", ergänzte der Kämmerer. Nachdem sich die Bevölkerung mehrheitlich für das vom Gemeinderat gewünschte Finanzierungsmodell für die Verbesserung der Wasserversorgungseinrichtung entschieden hat, ist mit den voraussichtlich bis 2020 abzuschließenden Baumaßnahmen eine gravierende Anpassung der Verbrauchsgebühr zu erwarten.

Vorteile des Zusammenlegens

Personelle Veränderungen in der Verwaltung sollen sich auf den Fortbestand des Standesamtes auswirken. Bürgermeister Michael Keilich (CSU) berichtete von positiv verlaufenen Vorgesprächen mit der Stadt Coburg, bei denen Vorzüge einer interkommunalen Zusammenarbeit bei Übertragung von Aufgaben im Mittelpunkt standen. So könnte der Gemeindehaushalt beispielsweise in Höhe eines fünfstelligen Betrags entlastet werden. Hauptamtsleiter Stefan Markus erläuterte, welche Erfahrungen die Gemeinden Großheirath (seit 2016) und Lautertal (seit 2018) damit gemacht haben. Eheschließungen könnten nach Splittung des Aufgabenspektrums in Sonnefeld erfolgen. Ebenso blieben unter dem Aspekt Bürgernähe Meldewesen und Rentenbearbeitung im Rathaus erhalten. Bernd Lauterbach für die SPD-Fraktion und Claus Dötschel für die Unabhängigen Bürger befürworteten die sich durch die interkommunale Zusammenarbeit ergebenden Veränderungen.

Mit Festlegung der sechs Wahlbezirke und Höhe des "Erfrischungsgeldes" für Wahlhelfer folgte der Gemeinderat einstimmig den Vorschlägen der Verwaltung. Gemeinderäte und Ortsteilsprecher sind aufgefordert, sich 2019 für die Landrats- und Europawahl als Wahlhelfer zur Verfügung zu stellen.

Änderung des Bebauungsplanes

Nachdem innerhalb der Auslegungsfristen keine Einwendungen erhoben worden waren, beschoss das Gremium die vom Bauamt vorbereitete Entwidmung innerörtlicher öffentlicher Verkehrsflächen. Es handelt sich um 280 Meter Geh- und Radweg zwischen der Ortsstraße Am Roten Hügel und der Ortsdurchfahrt B 303 (alt), 110 Meter Teilbereich Bahnweg auf der ehemaligen Bahntrasse sowie ein 110 Meter langes Teilstück der alten Neuensorger Straße. Ohne Gegenstimmen befürwortete der Gemeinderat die vom Bauausschuss beratene 1. Änderung des Bebauungsplans "Nördlich Schützenstraße". Dies bezieht sich hauptsächlich auf Dachhöhen und -neigungen.

Seit geraumer Zeit wird angestrebt, einen Kreisverkehrs im Bereich der ampelgesicherten "Hummelkreuzung" anzulegen. Stefan Markus informierte über die Erfassung der Verkehrsströme in diesem Bereich, sie seien sehr rege. Sonnefeld will damit seine Forderung nach einem Kreisverkehr untermauern.