Der Grundstein des neuen IT- und Medienzentrums der Hochschule Coburg war für digitales Lernen, Lehre und Inhalte angemessen: Der Betonwürfel ist mit einer Metallplatte verschlossen, auf die mit Lasern eine QR-Code eingraviert ist. Unterm Blech - ganz konventionell und analog - Tageszeitungen, Münzen, eine Urkunde zur Grundsteinlegung und ein USB-Stick als moderner und aktueller Datenträger der Gegenwart.

Am Mittwochvormittag wurde der Grundstein in die Bodenplatte des künftigen IT- und Medienzentrums der Hochschule an der Friedrich-Streib-Straße gelegt. Das neue Gebäude neben dem Parkdeck kostet rund 22 Millionen Euro und wird dem Campus der Hochschule ein neues Gesicht geben. Nach der Fertigstellung im April 2020 sind dort Unterrichtsräume der technischen Studiengänge für den Bereich IT zu finden, das Rechenzentrum der Hochschule, die Bibliothek sowie Arbeitsplätze für die Studierenden. Zurzeit sind an der Hochschule Coburg rund 5300 Studenten eingeschrieben.

4000 Quadratmeter Nutzfläche

Hochschulpräsidentin Prof. Christiane Fritze erinnerte an die vielen Neubauten auf dem Hochschulgelände in den vergangenen Jahren. 65 Millionen seien insgesamt investiert worden. Neue Hörsäle, die sanierte Aula, Studentenwohnheim, Kinderkrippe, Parkdeck und nun das neue IT-Zentrum nannte sie. Das Parkdeck erhalte jetzt das Siegel "guter Bau in Franken" von der Architektenvereinigung.

Oberbürgermeister Norbert Tessmer zitierte Goethe. Danach müsse ein Gebäude am richtigen Ort, auf einem stabilen Fundament und in guter Art und Weise gebaut sein. Das treffe mit dem IT-Zentrum auf dem Hochschulgelände zu. Er bezeichnete die Hochschule als solides Fundament für die Bildung und wichtig für den Standort und das Oberzentrum Coburg. Als vor 50 Jahren das erste Gebäude der damaligen Fachhochschule gegründet wurde, "war das im tiefsten analogen Zeitalter. Heue befinden wir uns schon im tiefsten digitalen Zeitalter", so Tessmer.

Verkleidung erinnert an Platinen

Der Leiter des Staatlichen Bauamtes Bamberg, Jürgen König, nannte die Zahlen zu dem 80 Meter langen und 36 Meter breiten Gebäude. Annähernd 4000 Quadratmeter Nutzfläche entstehen. Die Außenverkleidung werde mit goldbraunen Metalltafeln an Platinen erinnern. Ministerialdirigent Christian Schoppik vom bayerischen Wissenschaftsministerium füllte den Betonwürfel für den Grundstein mit Zeitdokumenten. Mit drei symbolischen Hammerschlägen verschlossen Christiane Fritze, Norbert Tessmer, Jürgen König und Christian Schoppik das Behältnis.

Eine Brücke zwischen der analogen und greifbaren und der virtuellen Welt schlugen klanglich Günther Peppel und Ralf Probst. Der Mitarbeiter der staatlichen Berufsfachschule für Musik in Kronach und der Dozent der Sozialen Arbeit spielten als Perkussionisten auf allerlei Instrumenten mit Bezug zum Bau: Da waren Ziegeln, Konservendosen, Kunststoff-Eimer und vier Kochtöpfe, eine Bierflasche aber auch Becken zu hören. Elektronische Klänge standen für die IT-Technik. Die Gäste der Grundsteinlegung indessen verfolgten die Zeremonie aus etwa 35 Meter Entfernung. Sie standen auf dem Umgang des Parkdecks, aus Gründen der Sicherheit.