Geht es nach Oliver Otto, dann entwickelt sich der Freizeitpark auf der Eller zum Mehrgenerationenpark. Er möchte die Stadt dazu bewegen, dort Trainingsgeräte aufzubauen, die in der Stadt einen Sport etablieren könnten, der sich gerade von Westen aus in der Republik verbreitet: Calisthenics. Der Bausenat ließ sich bei seiner jüngsten Sitzung Ottos Ideen vorstellen.
"Calisthenics klingt wie eine neue Idee, ist aber eigentlich dir Rückbesinnung auf uralte Trainingsmethoden", erklärt Otto. Auf der Internetseite Calisthenic-movement.com wird es so beschrieben: "Calisthenics kann man am besten als progressives Körpergewichtstraining beschreiben. Das Spektrum reicht dabei von ganz klassischen Übungen wie Kniebeugen und Liegestütze, bis hin zur komplexen Elementen wie den Handstand, Liegestütz und der menschlichen Flagge. Grenzen gibt es dabei nicht. Das Training kann an jede Leistungsstufe angepasst werden und ist somit für jeden geeignet."
Für Bürgermeister Marco Steiner (FW) klingt das interessant. "Ich könnte mir schon vorstellen, dass so etwas auch angenommen wird", sagte er bei der Vorstellung von Ottos Plänen. Die Materialkosten für eine Anlage, mit der sich schon etwas anfangen lässt, liegen laut Otto bei etwa 8000 Euro. Dazu kommen Kosten für Fundamente und Fallschutz auf dem Boden. Insgesamt wären wohl etwa 20 000 Euro nötig, um eine ordentliche Einsteigeranlage zu bauen. In der Region gibt es bisher keine Anlage dieser Art. Die nächste, die Otto kennt, steht in Erfurt. "Rödental könnte da Vorreiter sein und die wachsende Szene hier etablieren", meint Otto. Er selbst trainiert seit etwa zwei Jahren nach der Methode mit improvisierten Geräten zu Hause. Seines Wissens gibt es schon eine Reihe Gleichgesinnter, die eine neue Anlage in der Region gut auslasten können. Die Stadt prüft seinen Vorschlag. rlu