"Für die Belegschaft ist das eine tolle Nachricht - gerade jetzt vor Weihnachten", sagt eine der 69 Beschäftigten, die bis zur Insolvenz für die Hummel-Manufaktur in Rödental die Figürchen mit hergestellt hat. Die Nachricht, die sie meint, ist die der Übernahme der Produktion durch den Kulmbacher Unternehmer Bernd Förtsch.
Natürlich hatten alle gehofft, dass es irgendwie weitergeht. Zuletzt hatten sich die Blicke der verbliebenen "Goebeljaner" nach Bad Staffelstein gerichtet. Die Firma Goebel, die die Hummel Figuren zu deren Blütezeit hergestellt hat, sitzt jetzt in der Bad Stadt am Obermain. "Das wäre für uns auch in Ordnung gewesen, man verbindet ja Hummel auch mit Goebel", sagt die Mitarbeiterin.
Aber natürlich arbeiten alle sehr gern weiter in Rödental. "Und natürlich verbindet jeder Hummel auch mit Rödental", sagt sie und hofft, bei den 45 Beschäftigten zu sein, mit denen Förtsch jetzt die Hummel Figuren auf einen ganz neuen Weg bringen will.


Aufatmen beim Bürgermeister

Mit großer Freude hat Bürgermeister Marco Steiner (FW) auf die Nachricht reagiert, dass mit der Übernahme der Hummel Manufaktur durch Bernd Förtsch der Produktionsstandort in Rödental erhalten bleiben kann.
"Die Hummel-Figur gehört zu Rödental", so das klare Bekenntnis von Steiner. Dies wurde vom Bürgermeister auch immer wieder in den letzten Wochen gegenüber allen Beteiligten kommuniziert. Auch dass ein Großteil der Belegschaft übernommen werden kann, wertet Steiner positiv. Schließlich bildet diese mit ihrem Können auch einen nicht Unerheblichen Anteil am Kapital der Gesellschaft.
Steiner abschließend: "Es ist schon ein schönes Weihnachtsgeschenk, dass die Produktion jetzt hier bleibt."
Noch im Februar hatte Landrat Michael Busch zusammen mit Wirtschaftsförderer Martin Schmitz die Hummel Manufaktur besucht. Damals zeigte sich Produktionsleiter Peter Hohenstein - selbst seit Jahrzehnten im Unternehmen - zuversichtlich, was die Zukunft der Manufaktur angeht. Er träumte gar davon, dass wieder einmal eine dreistellige Zahl an Mitarbeitern in Rödental die Figürchen produziert. An Berufsnachwuchs mangelt es nicht. Im Februar waren 13 von 74 Beschäftigten Auszubildende.
Dass sie ihre Ausbildung auch noch abschließen können oder konnten, das lag auch Bürgermeister Marco Steiner am Herzen. So weit er weiß, wurden dafür auch Lösungen gefunden. Wer weiß, vielleicht braucht Bernd Förtsch ja in ein paar Jahren wieder Verstärkung, wenn es ihm tatsächlich gelingt, die Figürchen wieder gut in den Markt zu bringen.