Als am Sonntagabend die ersten Hochrechnungen verkündet wurden, durfte Ina Sinterhauf noch darauf hoffen, über die Oberfranken-Liste der Grünen in den Bayerischen Landtag einzuziehen. Doch am frühen Montagabend ging die 42-Jährige dann selbst davon aus, dass sie es nicht mehr schaffen würde.

Zwar stand zu diesem Zeitpunkt noch immer kein amtliches Endergebnis fest, doch Ina Sinterhauf war sich sicher, dass sich ihr Ergebnis nicht mehr entscheidend verändern würde. Sie hatte sich von Listenplatz 5 auf 3 verbessert, allerdings dürfen die Grünen in Oberfranken nur zwei Kandidaten in den Landtag entsenden. Keine Chance mehr auf Platz 2? "Ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass ich in den drei noch fehlenden Stimmkreisen 5000 Stimmen geholt habe", sagte sie auf Nachfrage.

Enttäuscht sei sie deshalb aber nicht, versicherte die Grünen-Kandidatin. "Das ist doch ein sehr respektables Ergebnis, und ich bin stolz auf den Wahlkampf." Im übrigen wollten sich die Grünen nun auf die anstehende Europawahl konzentrieren - und eine Kampagne zur Mitgliederwerbung starten, kündigte Sinterhauf an. Nach dem Wahlerfolg sei nun "eine gute Phase, um Leute dazu zu bekommen".

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