"Ein Bürgermeister in der Bütt", das gab's live beim Fasching der Generationen. Die Gästeliste mit knapp 500 Personen war der beste Beweis, dass dieses Event für die Coburger ganz dick im Kalender markiert wurde.

"Seid willkommen, ihr Gäste all, zum Coburger Generationenkarneval", rief Sozialreferent Thomas Nowak den Besuchern zu. Die Werkskapelle der SÜC stimmte auf das kurzweilige Programm ein. "Jetzt will ich es aber mit dem Reimen belassen, denn später will ich noch mit dieser Form der Belustigung versuchen", machte Coburgs 3. Bürgermeister auf seinen Programmpunkt neugierig.

Wieder hatte der Seniorenbeirat und das Büro Senioren und Ehrenamt unter Leitung von Antje Hennig ein attraktives Programm erarbeitet um allen einen kurzweiligen Nachmittag zu bereiten. Nowak war in diesem Jahr in die Rolle eines Arztes geschlüpft und machte gemeinsam mit dem Sozialamtsleiter Holger Diez, seiner Vorzimmerdame Vera Heß und der Leiterin des Büro Senioren und Ehrenamt Antje Hennig deutlich, dass wir Ärzte und Pflegepersonal für die Region benötigen.

Erstmals hatte ein Moderatoren-Duo mit Wolfgang Doischer und Bernd Fischer beim Fasching der Generationen das Zepter in der Hand und moderierten die einzelnen Programmpunkte an.

Der unterhaltsame Reigen wurde mit dem Kinderprinzenpaar Elise und Paul der Coburger Narrhalla, Königin Selina und der Purzelgarde der Tanzsportgarde Coburger Mohr eröffnet. Zum Gelingen hatten auch die Faschingsvereinigung Meeder mit dem Gardetanz der Jugendgarde und dem Showtanz der Funkengarde zu "Game of Throns" beigetragen. "Deutsche Sproch, schwere Sproch", Heide Braunschmidt verstand es Gäste in ihren Bann zu ziehen.

Die Purzelgarde und die Power Kids mit "We are the Kids" vom Tanzstudio Scholz begeisterten ebenso wie der Gardetanz der Junioren und Schernecker Funken zu einem PUR Medley. Nicole Stark vom TSV Scherneck erzählte "Geschichten aus dem Leben" und hatte damit die Lachmuskeln aller strapaziert.

Das Tanzmariechen der Tanzsportgarde Coburger Mohr machte mit ihrem gelungenen Auftritt zu recht deutlich, dass sie zur Spitze im karnevalistischen Tanzsport gehört. Die närrischen Weiber des TV 48 zeigten einen Tanz zu Hits von Michael Jackson und Jens Bähring alias "Mutter Ute" überzeugte mit Humor und Gesang. Der Karnevalsverein Weidach deutete mit dem fetzigen Showtanz "Tanz der Vampire" das Ende des tollen Faschingsprogramms an. Der Faschingsverein Sesslach mit Präsident, Prinzenpaar und Prinzengarde bildete den krönenden Abschluss des mehr als dreistündigen grandiosen Programms.

Ein Bürgermeister in der Bütt

Coburgs Dritter Bürgermeister Thomas Nowak (SPD): "Ein Bürgermeister in der Bütt, das ist ja wohl ein Narrenstück, mag manch einer von Ihnen denken auch ich hatte - ich gesteh`s - Bedenken. Doch in Coburg, da geht was - wir sind uns treu. Wir feiern sehr gerne und rufen Idis ahoi. Im Karneval, so will's die Tradition, des Politikers feste Position ist unten stets, im Publikum: Von dort aus guckt er dann ganz dumm, wenn aus der Bütt mit großer Freud' wird Hohn und Spott frisch ausgeteilt. Heut wird mit der Tradition gebrochen, ich selbst bin in die Bütt gekrochen und will es wagen, liebe Leute zu sprechen vor der Narrenmeute. Heut spricht zu euch der Bürgermeister. Und mancher denkt, welch Scheibenkleister. Jetzt setzt er sich die Kappe auf und Narretei nimmt ihren Lauf.

Doch glaubt mir, in Coburg Narretei tut beben, die hat's das ganze Jahr gegeben, ist nicht auf Karneval beschränkt, der Rat ist davon ganz durchtränkt. Da wird mal ein-, mal ausgetreten, abgespalten, hingehalten, neu gegründet, neu verbündet und manch hitz'ge Diskussion entzündet. Und trifft man sich mal auf dem Markt, na klar, man kennt den Herrn vom Rat nur fällt einem mal gar nicht ein, in welcher Partei mag heut er sein? Nun stehen in dieser Stadt bald Wahlen an und schon fuhren die Kandidaten zu unserm Nachmittag ran. Man siehts ja heut` Ihr lieben Leut`. Sie sind gekommen von hinnen, einzuwerben viele Stimmen, drum lasst ihr Gäste die Kandidaten nicht ruh'n, fragt sie heute Nachmittag was für Coburg werden sie tun. Der Coburger Bürger hat es ach vielfach schwer. Huzzel Huzzel - Zack zack hurra - Idis Ahoi!" des