Die Kämmerei rechnet derzeit für dieses Jahr mit laufenden Ausgaben in Höhe von rund 141 Millionen Euro, davon entfallen allein 6,7 Millionen Euro auf den Betrieb des Landestheaters. Diese Zahlen erfuhren die Stadträte am Donnerstag auf eine Anfrage der Stadtratsfraktion der Wählervereinigung Pro Coburg (WPC). Mit welchen Einnahmen die Kämmerei für 2016 kalkuliert, ging aus der Antwort nicht hervor. In den Vorjahren konnte die Stadt ihre laufenden Ausgaben nicht mehr mit den Einnahmen decken. Dies konnte sie jedoch immer noch mit vorhandenen Rücklagen aus guten Jahren ausgleichen.

Das Problem der Stadt ist jedoch ein anderes: Die anstehenden Investitionen muss die Stadt über Kredite finanzieren, doch den Schuldendienst kann sie derzeit nicht aus ihren laufenden Einnahmen erwirtschaften. Das muss sie jedoch, um als "dauerhaft leistungsfähig" zu gelten. Das sei aber "aktuell nicht gegeben", was zur Folge hat, dass die Genehmigungsfähigkeit gefährdet wäre, wie Kämmerin Regina Eberwein dem Tageblatt erläuterte. "Ohne einen strikten Konsolidierungskurs wird dieser Zustand anhalten."

Der Haushalt soll im März verabschiedet werden. Derzeit wird nach Konsolidierungsmöglichkeiten gesucht, nicht nur für dieses, sondern auch für die Folgejahre. Die WPC hatten auch gefragt, wie viel Geld die Stadt für die Sanierung des Landestheaters bereitstellen muss. Den weitaus größeren Teil dieser Kosten übernimmt der Freistaat Bayern; die Stadt muss sich unterm Strich mit rund 20 Millionen Euro beteiligen, wobei die großen Summen voraussichtlich erst ab 2017 fließen.


Busnetz wird überprüft

Der SÜC-Busbetrieb soll in der Callenberger Straße in Höhe des Sagasser-Einkaufszentrums eine Bushaltestelle einrichten. Das hatte die Fraktion von CSU/Jungen Coburgern beantragt. Doch die Stadt kann die SÜC Bus & Aquaria GmbH nicht einfach beauftragen, ihre Buslinien zu ändern. Allerdings lässt der Busbetrieb ohnehin gerade sein Liniennetz überprüfen. Deshalb wurde der Oberbürgermeister beauftragt, die SÜC Bus & Aquaria zu bitten, im Rahmen dieser Prüfung auch eine Haltestelle in der Callenberger Straße zu berücksichtigen.

Seitdem das Parken auf dem Anger Geld kostet, finden sich dort wieder freie Plätze. Um den Unternehmen im Coburger Süden entgegenzukommen, hatte der Stadtrat beschlossen, dass Jahresparkscheine für Beschäftigte ausgestellt werden. Das wird nicht sehr stark in Anspruch genommen - laut Ordnungsamt sind nur 57 Jahresausweise ausgegeben.

Allerdings hatte schon Ende 2014 die Firma Brose darum gebeten, für 2015 100 Halbjahresausweise auszustellen. Das geschah seinerzeit auf Sofortentscheidung des Oberbürgermeisters und wurde dann vom September bis Dezember 2015 verlängert. Nun hat Brose erneut 100 Ausweise beantragt und per Sofortentscheidung erhalten, diesmal befristet bis Ende März. Dann soll sich aufgrund von Arbeitsplatzverlagerungen die Lage entspannen. Eigentlich sollte der Umzug schon zum Jahresende 2015 erfolgen, doch es gab laut Brose Verzögerungen beim Bau. Einen Monat parken kostet mit diesen Ausweisen 30 Euro.


Schäfer für Schwämmlein

Die Erziehungsberatungsstelle muss per Gesetz als beratendes Mitglied im Jugendhilfesenat vertreten sein. Jahrelang geschah diese durch Dieter Schwämmlein, doch der ist im Ruhestand. Als Nachfolgerin schlug das Diakonische Werk Antje Schäfer vor, die nun auch vom Stadtrat berufen wurde.