Die Salzkammergut Trophy ist mit mehr als 4000 aktiven Sportlern aus 37 Nationen der größte Mountainbike-Marathon Österreichs. Bei der 16. Auflage fuhr auch der 26-jährige Daniel Ramster aus Sonnefeld in die Region Hallstatt-Dachstein-Salzkammergut, um diesmal die Extremdistanz zu bewältigen.
Seine Vereinskollegen vom RVC Trieb, Tanja Trinkwalter, Sascha Liebrens sowie Claudia und Bernhard Krauß fuhren auf der 120-Kilometer-Strecke.
Auf dieser Strecke stürzte Tanja Trinkwalter schwer, konnte sich aber in der Gesamtwertung der Damen über den 3. Platz freuen.
Die lange Schleife durch die Welterberegion Hallstatt-Dachstein-Salzkammergut zählt zu den imposantesten Marathonstrecken Europas. Die Teilnahme an dieser Trophy war nicht nur für internationale Spitzenprofis ein Saisonhöhepunkt, da die Hobbysportler je nach Kondition und Trainingsstand aus sieben verschieden langen Distanzen wählen konnten.
Daniel entschied sich für die Extremdistanz, für die er 211,3 Kilometer zurücklegen und 7049 Höhenmeter überwinden musste. Der Herausforderung dieser Extremmarathons, der Europas längster ist, stellten sich fast 650 der Härtesten unter den Startern, für die bereits um fünf Uhr morgens der Wettbewerb ab dem Marktplatz von Bad Goisern begann. Unter ihnen waren auch der mehrfache Deutsche Marathonmeister Max Friedrich oder der Olympiasieger und Profiradsportler Bart Brenthens aus den Niederlanden.
In der Woche vor dem Marathon nahm Daniel sehr viele Kohlenhydrate zu sich und bereitete sich seit Januar im Fitnessstudio und für die Ausdauer auf seinem Rennrad vor, was sich schließlich bezahlt machte. Für die Strecke hat der Sonnefelder, der seit 2005 für den RVC Trieb startet, rund 15,5 Stunden gebraucht und war eine halbe Stunde vor dem Zeitlimit, das bei 21 Uhr lag, im Ziel.
"Bei dieser Distanz stand für mich das Ankommen an erster Stelle", erklärt der Mountainbiker, denn bei dieser Extremdistanz hielten nicht alle Starter durch. Am Ende kamen rund 450 Starter ins Ziel, da viele wegen technischen Defekten oder Überschreitung des Zeitlimits ausschieden.
Auf der Strecke trank der Sonnefelder rund fünf bis sechs Liter Wasser und machte an den Verpflegungsstationen, die alle 20 Kilometer eingerichtet waren, eine kurze Pause, um sich ab und zu auch mit Brötchen oder Obst zu stärken.
Der 26-Jährige nimmt seit 2009 an der Salzkammergut-Trophy teil. "Nachdem ich die 120 Kilometer viermal gefahren bin, wollte ich mich heuer einer neuen Herausforderung stellen", nennt er den Grund seiner Entscheidung für die Extremstrecke. Gleichzeitig fügt er aber an, dass er diese nicht noch einmal fahren will, auch wenn beste Bedingungen vorherrschten, da die Strecke extrem auf den Rücken ging.
Bei den normalen Abfahrten besteht die Möglichkeit sich kurz zu erholen, was aber bei der Extremdistanz nicht möglich war. Die anspruchsvolle Route, auf deren Teilstücke manchmal sogar das Rad geschoben werden musste, machte sich auch nach 80 Kilometern bei Daniel bemerkbar, als sich Rückenschmerzen einstellten und die Füße schmerzten. Der Sonnefelder will 2014 wieder über die 120 Kilometer-Distanz starten.