Der ÖDP-Kreisverband Coburg-Kronach rüstet sich für die Kommunalwahl im März 2020 und nominierte nun einen Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl in Coburg. Michael Partes will sich um das Amt bewerben. Das ergab die Versammlung im Gasthaus "Zum Schwarzen Bären" am Freitagabend. Die Wahlhandlung leitete ÖDP-Kreisrat Thomas Büchner.

Der in Dörfles-Esbach wohnende 48-jährige Gymnasiallehrer Michael Partes legte gleich los mit seinen Vorstellungen. Eine "Gemeinwohlökonomie", "ein Weniger als Mehr" sei das ÖDP-Motto: weniger Konsum (ist mehr Umweltschutz), weniger Containerschiffe (ist mehr saubere Luft) und weniger Profitgier (ist mehr Gerechtigkeit).

Für seine Arbeit als künftiger Oberbürgermeister stellte er sich vor, Coburg zur Fair-Trade-Stadt aufzubauen. Im Hinblick auf den Mobilfunknetzstandard 5G meinte er, dass ein Weniger dieser Technik, auch in Coburg, ein Mehr an Gesundheit, ein Mehr an Freiheit und ein Mehr an Artenschutz nach sich zieht. In sein Programm wird er aufnehmen die Verbesserung der Radwegesituation, den zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke Coburg-Creidlitz, die Verbesserung des Personennahverkehrs und eine erstklassige Gesundheitsversorgung, alles mit Blick auf die Finanzsituation. "Ich will frischen Wind in die Coburger Politik bringen", meinte Partes. Er resümierte: "Ein Oberbürgermeister muss ein Visionär sein."