Sie sind eine Woche lang durch eine sehr schöne Natur gelaufen: den herrlichen Frankenwald, den idyllischen Thüringer Wald und das wunderbare Coburger Land. Und trotzdem: Die vielleicht schönsten Meter durften die "Grenzgänger" von Coburger Tageblatt und Radio Eins am Donnerstagabend zurücklegen - und zwar, als sie bei der Verleihung des Coburger Medienpreises auf die Bühne gerufen worden. Die Jury hatte entschieden, dass der Medienpreis 2015 in der Kategorie "Schöpfung/Oberfranken" an Oliver Schmidt (Coburger Tageblatt) sowie Thomas Apfel und Detlef König (beide Radio Eins) geht.

25 Jahre nach dem Mauerfall hatten sich die drei Redakteure auf eine spannende Spurensuche begeben: Entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze in den Landkreisen Coburg und Kronach trafen sie Menschen, die ihnen von früher erzählten, vom Leben im Schatten des Stacheldrahtzauns, von der bewegenden Zeit im Herbst 1989 - aber auch vom Zustand des vereinten Deutschlands heute. Gelobt wurde von der Jury an dem Projekt auch das crossmediale Arbeiten: So gab es tägliche Live-Einblendungen im Radio, Sonderseiten mit Reportagen im Tageblatt, dazu fortlaufend Berichte auf www.infranken.de, www.radioeins.com sowie den jeweiligen Facebook-Seiten. Obendrauf wurde auch noch ein Video-Tagebuch erstellt.

Der Coburger Medienpreis wird seit nunmehr fünf Jahren vom Coburger Medienclub vergeben, und zwar in den drei Kategorien "Wellenschläger", "Schöpfung" und "Nachwuchs", jeweils noch unterteilt in "national" und "Oberfranken". Besonderheit am Rande: Oliver Schmidt und Thomas Apfel hatten bereits im vergangenen Jahr den Medienpreis in der Kategorie "Schöpfung/Oberfranken" gewonnen, damals mit ihrem crossmedialen "Handy-Projekt", bei dem sie Schüler begleiteten, die eine Woche lang ohne Handy lebten.