Regie bei dieser Neuinszenierung führte Konstanze Lauterbach, die auch für die Kostümentwürfe zuständig war. Lauterbach, die bereits mehrfach am Landestheater inszenierte, hatte eine eigene Textfassung erstellt, in der Jago, der intrigante Gegenspieler Othellos, in eine Frauenrolle verwandelt wird.

Das Bühnenbild hatte Ariane Salzbrunn entworfen - wie zuvor bereits bei Konstanze Lauterbachs letzter Coburger Regie-Arbeit "Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny" im Juni 2018. In der Titelrolle als Othello ist Nils Liebscher zu erleben, die Partie der Desdemona übernimmt Solvejg Schomers, als Jago ist Kerstin Hänel besetzt.

Eine ausführliche Besprechung der Coburger Neuinszenierung von Shakespeares "Othello" am Landestheater sowie zahlreiche Fotos finden Sie hier

Einen Bericht über die Coburger Inszenierung "Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny" sowie zahlreiche Fotos finden Sie hier

Sie bringen in Coburger Shakespeares "Othello" auf die Bühne

Premieren-Tipp "Othello! -

Tragödie von William Shakespeare; Premiere: Samstag, 8. Februar, 19.30 Uhr, Landestheater Coburg Termine 14., 20. Februar, 19.30 Uhr, 23. Februar, 15 Uhr, 26. Februar, 3., 6., 12. März, 19.30 Uhr, 15. März, 18 Uhr, 25. März, 19.30 Uhr, 5. April, 18 Uhr, 16. April, 19.30 Uhr, 3. Mai, 18 Uhr

Produktionsteam

Inszenierung und Kostüme: Konstanze Lauterbach

Bühne: Ariane Salzbrunn

Dramaturgie: Carola von Gradulewski

Besetzung Othello: Nils Liebscher

Cassio: Florian Graf

Jago: Kerstin Hänel

Rodrigo: Benjamin Hübner

Der Doge von Venedig: Bernhard Leute

Montano: Frederik Leberle

Lodovico: Karsten Zinser

Desdemona: Solvejg Schomers

Emilia: Eva Marianne Berger

Das Stück Angestachelt von Othellos Fähnrich Jago hat der venezianische Senator Brabantio General Othello der Hexerei beschuldigt. Anders kann es sich der wütende Vater nicht erklären, dass sich seine Tochter Desdemona mit einem Kriegsherrn maurischer Abkunft eingelassen haben soll. Dem Dogen von Venedig droht der Verlust Zyperns. Sein bester Mann im Kampf gegen die türkische Flotte ist Othello. Wie könnte er da auf ihn verzichten? Im Kreuzverhör bekennen sich Othello und Desdemona zueinander und die heimlich in der Nacht geschlossene Hochzeit wird vom Dogen anerkannt. Othello begibt sich umgehend auf den Feldzug gegen die Türken. Desdemona folgt ihm nach. Othello beherrscht das Kriegshandwerk, aber in zwischenmenschlichen Dingen ist er ungeschickt. Leicht beeinflussbar misstraut er denen, die es gut mit ihm meinen, und schenkt sein uneingeschränktes Vertrauen seinem größten Widersacher Jago. Die fatalen Folgen dieser Fehleinschätzungen kulminieren im tragischen Ende, wenn Othello keinen Ausweg aus seiner Eifersucht mehr sieht und seine unschuldige Frau Desdemona ermordet.

Das Thema In seiner Tragödie "Othello" erzählt William Shakespeare nicht nur eine Geschichte von Liebe, Eifersucht und Intrigen. Es ist auch die Geschichte eines Außenseiters, eines Fremden, der versucht in der venezianischen Gesellschaft als vollwertiges Mitglied anerkannt zu werden. Als Kriegsheld und als Werkzeug im Kampf gegen die Türken ist der "Mohr von Venedig" wohl gelitten, aber was ist, wenn er mehr will.

Konstanze Lauterbach absolvierte zunächst eine Ausbildung als Textilfacharbeiterin, wirkte dann als Requisiteurin in Gera. 1976 bis 1981 studierte sie an der Karl-Marx-Universität in Leipzig Germanistik und Literaturwissenschaften. 1987 bis 1990 war sie Regisseurin am Thüringer Landestheater Rudolstadt. Konstanze Lauterbach wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Am Landestheater Coburg war sie mehrfach als Regisseurin zu Gast. Im Juni 2013 inszenierte sie Tschaikowskys "Eugen Onegin", im Mai 2014 Ödon von Horváths schwarze Komödie "Zur schönen Aussicht", im September 2015 Bellinis Oper "Norma", im Januar 2017 folgte "Antigone" von Euripides. Zuletzt inszenierte sie in Coburg im Juni 2018 mit großem Erfolg die Oper "Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny" von Kurt Weill auf einen Text von Bert Brecht. Vorverkauf Tickets gibt es in der Tageblatt-Geschäftsstelle, Hindenburgstraße 3a.