Von den ursprünglich 140 Arbeitsplätzen blieben etwa 100 erhalten. Die ersten sechs Monate nach der Übernahme waren wirtschaftlich erfolgreich, teilt die Firma mit. "Das Unternehmen ist stabilisiert und setzt auf neues Wachstum."
Im März 2011 hatte Leuwico Insolvenz angemeldet und war im Zuge einer übertragenden Sanierung zum 1. August 2011 von der mittelfränkischen Beteiligungsgesellschaft Equma übernommen worden. Im Jahr 2010 hatte Leuwico einen Umsatz von fast 16 Millionen Euro erwirtschaftet, kämpfte aber mit Ertragsproblemen.
Heute liegt die Geschäftsführung in den Händen von Mattias Rothe und Georg Hemmerlein. Im Fokus der Equma stehen mittelständische Unternehmen, meist in Sondersituationen. Dabei geht das Engagement über die reine Kapitalbeteiligung hinaus und man übernimmt, wie im Fall Leuwico, operative, unternehmerische Verantwortung.
Leuwico gilt in der deutschen Büromöbelbranche seit vielen Jahrzehnten als etablierte Marke mit ergonomisch ausgefeilten Produkten. Wichtig für die Entscheidung, in Leuwico zu investieren, war neben der guten Ausgangsposition auf der Produktseite auch der Produktionsstandort.
Am Produktionsstandort Wiesenfeld sind ein Optimierungsprogramm und Investitionen in Höhe von etwa 1,5 Millionen Euro angelaufen. Die Holzfertigung erhält als Herzstück der auftragsorientierten Fertigung ein automatisches Plattenlager mit Sägezentrum. Dazu wird in eine neue Kantenanleimmaschine investiert. In der Metallfertigung wurde schon zum Jahreswechsel eine neue Laserschneidanlage installiert. Alle Montagebereiche sind jetzt an einem Standort zusammengefasst und neu organisiert. Insgesamt ist die gesamte Fertigungsfläche deutlich komprimiert.
Nach dem erfolgreichen Start erwarten die neuen Leuwico-Verantwortlichen ein solides Wachstum für das Geschäftsjahr 2012. Personelle Verstärkung gab es in den letzten Monaten für die Bereiche Vertrieb, Konstruktion und Marketing. Insgesamt wurden zehn Mitarbeiter neu eingestellt.