Um eine Auszeichnung reicher ist seit kurzem das Landhotel Steiner. Durch den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder wurde die Traditionsgasstätte, die sich seit 1850 im Familienbesitz befindet, mit dem Gütesiegel "100 beste Heimatwirtschaften" ausgezeichnet. Große Freude herrschte bei Geschäftsführerin Antje Steiner, als sie den entsprechenden Anruf aus München
bekam. "Ich bin unwahrscheinlich stolz auf diese Würdigung unseres Engagements", sagte Steiner. Mit "unser" meinte sie, die Leistung, die ihre rund 30 Mitarbeiter Tag für Tag erbringen. "Ohne deren Einsatz wäre es nicht möglich, zu den 100 besten Heimatwirtschaften zu zählen", betonte
Antje Steiner. Durch die Ehrung sieht sich auf ihrem Weg bestätigt, Brauchtum und Moderne unter einem Dach zu verbinden. "Wir sind ein modernes Hotel, in dem auch Stammtische ihren Platz haben", beschrieb die Geschäftsführerin ihre Philosophie.

Der Wettbewerb wurde vom Heimatministerium gemeinsam mit dem Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband Dehoga Bayern initiiert. Bewerben konnten sich alle Heimatwirtschaften im ländlichen Raum mit regelmäßigen Öffnungszeiten. Mehrere Hundert Gaststätten aus ganz Bayern beteiligten sich an dem Wettbewerb.


Symbol bayerischer Lebensart

Im Rahmen der Preisverleihung - die Auszeichnung war mit 1000 Euro dotiert - betonte Markus Söder im Festsaal des Münchner Hofbräus, dass bayerische Wirtshäuser und Gaststätten ein lebendiges Symbol der bayerischen Lebensart seien. Söder weiter: "Heimatwirtschaften prägen mit ihrer Geschichte, Tradition und sozialen Bedeutung den ländlichen Raum in Bayern. Sie sind zentraler Bestandteil unseres Heimatgefühls und tragen in besonderer Weise zum Erhalt der Dorfgemeinschaft und der Weitergabe von Brauchtum und Tradition bei."

"Heimatwirtschaften sind als Stützen der Heimat Institutionen bayerischer Lebensart, Motor der regionalen Wirtschaft", meinte der bayerische Finanz- und Heimatminister Albert Füracker in München. In der Heimat blieb der Erfolg des Landhotels Steiner nicht ungehört. So ließen es sich der IHK-Hauptgeschäftsführer Siegmar Schnabel und die Gemeinde Großheirath, vertreten durch Zweiten Bürgermeisters Wolfgang Schultheiß, nicht nehmen, Antje Steiner persönlich zu der besonderen Auszeichnung zu gratulieren. Schultheiß betonte, der Erfolg von Antje Steiner mache die
gesamte Gemeinde stolz. Für Siegmar Schnabel ist es wichtig, dass die Dörfer ihren Mittelpunkt und damit ihre Identität nicht verlieren. Besonders Gastwirtschaften wie Steiner in Großheirath tragen nach Worten des IHK-Hauptgeschäftsführers zum Erhalt der dörflichen Gemeinschaft bei. Für ihn
drückt die fränkische Gastlichkeit einen besonderer Charme aus. Für Schnabel ist es wichtig, dass das Signal aus München auch bei der Bevölkerung ankommt und genutzt wird. Damit auch die Gäste wissen, dass sie sich in einer besonderen Gaststätte befinden, weisen spezielle Bierdeckel ab sofort auf die Auszeichnung hin.