Der stellvertretende Vorsitzende des SPD-Stadtverbands, Maximilian Rühl spottete über den CSU-Kreisvorsitzenden René Boldt, dieser habe nach der Landratswahl im Februar "in Utopien" geschwelgt. Denn erstmals seit Ende des Zweiten Weltkriegs stellt die CSU nun den Landrat. "Coburg bleibt rot", betonte Rühl mit Blick auf die Stadt, rief aber schon jetzt jeden SPD-Genossen auf, sich kräftig für dieses Ziel einzusetzen.

Rühl ging ausführlich auf die anstehende Sanierung des Landestheater sein. Das sei für die SPD "mehr als ein Wirtschaftsbetrieb", sondern ein weicher Standortfaktor für die Stadt, ein "kultureller Leuchtturm Nordoberfrankens", und es bringe die Menschen der Region zusammen. "Es schafft tiefe Wurzeln", und all das gelte es bei der Diskussion um die Generalsanierung zu berücksichtigen.

Jetzt habe der Stadtrat die Möglichkeit, zu entscheiden, "welche Investitionen konsensfähig sind". Dabei dürfe nicht nur darüber diskutiert werden, welche Folgekosten ein saniertes Landestheater mit sich bringe, sondern auch, welche Folgekosten das Globe verursache, das am Güterbahnhof errichtet wird. Es soll zunächst als Ausweichspielstätte des Landestheaters dienen und in den Jahren danach als Veranstaltungsstätte.

Es müsse über alternative Modelle nachgedacht werden, um das Landestheater auch für die jüngere Bevölkerung attraktiv zu halten, stellte Rühl fest. Was die finanzielle Absicherung angehe, hätten die Jusos bereits die Umwandlung in ein Staatstheater gefordert. "Was für Würzburg möglich ist, muss auch für Coburg möglich sein."

Auch der neue CSU-Landrat Sebastian Straubel müsse seinen Ankündigungen aus dem Wahlkampf nun Taten folgen lassen, forderte Rühl: Er habe nämlich angeboten, mit der Stadt über eine Beteiligung des Landkreises an den Betriebs- und den Sanierungskosten zu reden. Das habe die SPD in den vergangenen Jahren auch immer wieder ins Gespräch gebracht.