Die Metropolregion Nürnberg macht zwar Fortschritte in Sachen Klimaschutz, die Ziele, die man sich vorgenommen hat, könnten aber nicht erreicht werden. Dies gaben Klimaschutzmanagerin Lisa Güntner und Klimaschutzbeauftragter Christian Gunsenheimer bei der Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Energie und Mobilität im Landratsamt bekannt. Güntner und Gunsenheimer hatten am Forum Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung der Metropolregion teilgenommen und hatten deshalb die aktuellen Daten parat. Sie verwiesen darauf, dass die Ratsversammlung bereits 2012 deutlich gemacht habe, dass eine klimaschutzorientierte Energiepolitik nur im regionalen Zusammenhang zum Erfolg führen könne. Güntner sagte, es sei das Ziel gewesen, bis 2050 eine CO2 -Reduzierung um 80 bis 95 Prozent zu erreichen. Die Ergebnisse der bisherigen Klimaschutzbemühungen der Metropolregion hätten ergeben, dass der Klimapakt überarbeitet werden muss. "Es sind wahrscheinlich bis 2050 nur 60 Prozent Emissionseinsparung zu erreichen", sagte Güntner. In einem erneuten Klimapakt sollten sich Städte und Landkreise zu der anspruchsvollen Zielsetzung bekennen.

Beschluss gefasst

Die Mitglieder des Ausschusses beschlossen, dem Kreistag zu empfehlen, sich den neu gesteckten Zielen des Klimapakts nicht zu verschließen, die Metropolregion darin in ihrem Bemühen zu unterstützen und das eigene Klimaschutzkonzept zu integrieren.

Im aktualisierten Klimapakt sind künftig in fünf Bereichen folgende strategische Maßnahmen vorgesehen: Der Strommarkt soll durch Entwicklung intelligenter Netzstrukturen und durch die Vernetzung der Sektoren Strom, Wärme und Verkehr besser gestaltet werden. Insbesondere wird auf den Wärmemarkt ein Auge gerichtet werden. Erreicht werden soll eine klimafreundliche, stadtverträgliche und nachhaltige Mobilität, ebenso eine klimafreundliche Landwirtschaft. Der Ausbau und die Stabilisierung der erneuerbaren Energien in Stadt und Land zählen auch zu den strategischen Maßnahmen.

Kreisrat Wolfgang Schultheiß (CSU/LV) bat, den Klimagipfel mit Leben zu erfüllen, insbesondere in der Forst- und Landwirtschaft. Das ergänzte der Vorsitzende des Ausschusses, stellvertretender Landrat Rainer Mattern (CSU/LV): "Theorie und Praxis sind zusammenzuführen, nur dann gelingt es."