Die meisten Teams der Liga waren 2014 bereits zweimal im Einsatz, für den HSC 2000 Coburg erfolgt der Startschuss erst am Samstag bei der HSG Konstanz. Hintergrund ist, dass das Aufeinandertreffen gegen die SG Kronau-Östringen II auf den 1. März verschoben wurde und die erste Rückrundenpartie beim TV Germania Großsachsen noch ins alte Jahr vorverlegt wurde.

An diese letzte Partie der HSCler werden noch unangenehme Erinnerungen wach, doch der Blick geht nach vorne.

"Eines der schwersten Auswärtsspiele wartet auf uns, darauf müssen wir uns konzentrieren. Das wird eine höchst anspruchsvolle Aufgabe. Was war darf uns nicht mehr interessieren. Wenn wir gewinnen wollen, müssen wir eine richtig gute Leistung zeigen", ist sich Coburgs Trainer Jan Gorr nach der fünfwöchigen Pause sicher. Die hat zumindest dazu geführt, dass er alle Mann an Bord hat, auch Till Riehn und Oliver Krechel.

Einfach wird es aber trotzdem nicht, bereits im Hinspiel hatte die südlichste aller 64 Drittligamannschaften den HSC 2000 Coburg am Rande einer Niederlage, erst ein Glückstreffer, weil abgeblockter Wurf von Sebastian Roth der eine Sekunde vor Abpfiff über die Linie trudelte, bescherte dem HSC nach einem Vier-Tore-Rückstand acht Minuten vor dem Abpfiff doch noch beide Zähler. Zudem blieb Konstanz nach der einzigen Heimniederlage gegen den HSC Bad Neustadt ohne Niederlage mit 11:1 Punkten.

Gegen die kompakte defensive Deckung werden die HSCler kühlen Kopf bewahren müssen. "Wir haben einige Lösungen einstudiert, aber Angriff für Angriff werden wir über knifflige Dinge zu entscheiden haben", weiß Gorr um die Stärke der Abwehr der Gastgeber. Dazu steht im Konstanzer Tor mit Mannschaftskapitän Patrick Glatt einer, der nicht nur als DJ Rossi am Mischpult, sondern auch im Handballtor beste Leistungen zeigt und immer wieder Motivator für seine Vorderleute ist.

Aber Coburg wird in der Defensive "eine Top-Leistung abrufen müssen", so Gorr, um dem Konstanzer Angriffswirbel in der "Schänzle-Hölle" Einhalt zu gebieten. Besonders auf der linken Angriffsseite hatten Stefan Bruderhofer und Mathias Riedel, der traf letzte Woche zehnmal, im Hinspiel für Wirbel gesorgt. "Wir müssen Ruhe bewahren", hat Gorr ein Erfolgsrezept ausgemacht, dass auf der zweitweitesten Auswärtsfahrt mit für eine ausgelassene Rückfahrt sorgen soll. Zudem kann er erstmals aus dem Vollen schöpfen. "Das ist wirklich eine neue Situation. Nur Lukas Lutz spielt in der Zweiten."

Die Aufgebote:


HSG Konstanz: Patrick Glatt, Maximilian Folchert - Paul Kaletsch, Kai Mittendorf, Simon Oesterle, Sebastian Groh, Mathias Riedel, Marc Hafner, Simon Flockerzie, Fabian Schlaich, Matthias Feißt, Yannick Schatz, Alexander Lauber, Stefan Bruderhofer. - Trainer: Daniel Eblen.

HSC 2000 Coburg: Havard Martinsen, Oliver Krechel - Philipp Barsties, Ronny Göhl, Johan Andersson, Nicola Franke, Dominic Kelm, Hajck Karapetjan, Sebastian Kirchner, Jiri Vitek, Tomas Riha, Steffen Coßbau, Maximilian Drude, Till Riehn, Sebastian Roth, Philipp Seitle. - Trainer: Jan Gorr.
SR: Matthias von Wolff (Dotzheim) / Dirk Zimmerschied (Wiesbaden).