"Es wird immer viel gefordert, eine Feuerwehr sollte auch einmal etwas geben", betonte der Kommandant und zugleich Vorsitzende der Feuerwehr Ebersdorf bei Neustadt, Norbert Engel, als der der neue Anhänger am Kirchweihsamstag offiziell an die Stadt Neustadt übergeben wurde. Diesen hatte die Feuerwehr mit Hilfe von einigen Spenden und aus der eigenen Feuerwehrkasse bezahlt.
Auf die 17 Aktiven kommt in der nächsten Zeit noch sehr viel Arbeit zu. Besonders stolz ist der Kommandant auf seine sechs Jungfeuerwehrleute, darunter sind auch zwei weibliche Anwärter, die die Aktiven kräftig unterstützen werden, ist sich Kommandant Norbert Engel sicher. Denn der neue Anhänger, in dem 1300 Kilo Ausrüstung verstaut werden können, muss erst noch ausgebaut werden. In dem Anhänger mit seiner roten Plane und der deutlich erkennbaren Aufschrift Feuerwehr Ebersdorf bei Neustadt sollen verschiedene Ausrüstungsgegenstände Platz finden. "Wir wollen den Anhänger so gut wie möglich ausstatten, kommt aber auch auf die Stadt Neustadt an", sagte der Kommandant Norbert Engel. Oft sei es vorgekommen, dass man bei Einsätzen wieder zurück zum Feuerwehrhaus fahren musste, um die benötigte Ausrüstung zur Einsatzstelle zu fahren. Dies soll künftig der Vergangenheit angehören.
Außerdem möchte man damit auf der Alarmierungsleiter in der Integrierten Leitstelle etwas nach vorne rücken. Die Wehr hat durchschnittlich zwei Einsätze im Jahr, würde aber gerne zu mehr Einsätzen gerufen werden. Die Aktiven hoffen, dass der neue Anhänger dazu beiträgt. "Wir woll'n ja was tun, wir sind ja keine Schattengruppe", betonte Kommandant Norbert Engel.
Die Planungen für den neuen Anhänger laufen seit dem vergangenen Jahr. Jetzt war es so weit, und der Kommandant übergab die Papiere an den Dritten Bürgermeister. Martin Stingl (SPD), womit der Anhänger offiziell in den Besitz der Stadt Neustadt übergeht und die laufenden Kosten wie Steuer und Versicherung durch die Kommune getragen werden. So etwas sei nicht alltäglich, stellte Martin Stingl zu Beginn seines Grußwortes fest. Denn für die Kommune sei es eine Pflichtaufgabe, die notwendige Ausrüstung für den Feuerschutz zur Verfügung zu stellen. "Dies wird in Neustadt in allen Stadtteilen in sehr anständiger Manier umgesetzt." Die Stadt Neustadt werde die Materialkosten für den Umbau Anhängers sowie den Unterhalt übernehmen, versicherte Stingl. Auch kleine Wehren müssten gefordert werden, wie Stingl betonte, der an der Alarmierungsleiter arbeiten will. Er lobte das Engagement der Feuerwehrleute aus dem Stadtteil Ebersdorf bei Neustadt.
Kreisbrandmeister Andreas Steller freute sich, dass die Einnahmen aus Veranstaltungen immer wieder für die Verbesserung des Feuerschutzes zur Verfügung gestellt würden. Dies sei nicht selbstverständlich. Dass durch den neuen Anhänger die Einsatzzahlen steigen werden, konnte Steller allerdings nicht versprechen.