Die Wählergruppierung "Junge Coburger" (JC) hat am Freitag einen Vorschlag zur Umgestaltung des Gemüsemarkts präsentiert. Ihre Vision umschreiben sie mit den Schlagworten: "Mehr Grün ins Zentrum, Mobilität dennoch nicht einschränken, Junges Leben in die Stadt bringen, Platz für Kinder, soziale Treffpunkte für alle Generationen".

JC-Stadtrat Kurt Knoch erklärt in einer Pressemitteilung: "Der Gemüsemarkt hinter dem Josiasgarten bietet ganz besonderes Potenzial. Die unmittelbare Anbindung durch den Busrendezvous am Theaterplatz, die Nähe zu dem bei allen Generationen beliebten Biergarten, zum Spielplatz sowie zum Mehrgenerationenhaus sind ideale Voraussetzungen für alle Altersstufen. Dieser hervorragend gelegene Ort ist als derzeit ausschließlich asphaltierte Parkplatzfläche nicht optimal genutzt. Daraus ließe sich mehr machen. Die Parkplätze wollen wir allerdings unbedingt für die Anwohner und Kunden erhalten. Unser Ansatz: Über weite Teile des Platzes soll eine zweite Ebene geschaffen werden. Darauf soll eine Grünanlage entstehen."

Über den Parkplätzen des Gemüsemarktes soll nach den JC-Vorstellungen ein "kleines grünes Paradies" entstehen - "für Vögel, Insekten und Menschen, die dort einzelne Sitz- und Liegeflächen finden", wie es in der Pressemitteilung heißt. Auch Urban Gardening, also ein kleiner Gartenbau für Menschen, die im Zentrum keinen eigenen Garten besitzen, könnte ermöglicht werden.

"Es soll eine kleine grüne Oase mitten im Zentrum werden, ein angesagter Ort für Junge zum Chillen und zugleich eine kleine aber feine Möglichkeit beispielsweise auch für Senioren zum Mitgärtnern oder zum Flanieren. Auch die Anwohner sollen profitieren. Sie sollen statt nur Autos mehr Grün vor der Tür erhalten, ohne auf weitere Anwohnerparkplätze verzichten zu müssen", wirbt auch JC-Stadtrat Maximilien Forkel für die Idee.

JC-Mitglied Theresa Köhlerschmidt, die sich selbst ehrenamtlich im Mehrgenerationenhaus "Treff am Bürglaßschlösschen" engagiert, ist laut Pressemitteilung davon überzeugt, dass die kleine Grünanlage eine deutliche Aufwertung wäre: "Der Ort rund um das Bürglaßschlösschen ist sehr schön. Aber eine Möglichkeit, dass auch Personen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, beispielsweise nach dem Essen kurz ins Grüne treten können, wäre klasse. Beim Mehrgenerationenhaus sollen die Generationen zusammenkommen und im Austausch wertvolle Erfahrungen, andererseits einen Zugang zu neuen Entwicklungen gewinnen. Das wäre auch im Freien in dieser kleinen Parkanlage gegeben. Wir brauchen in unserer Stadtgesellschaft mehr Plätze, an denen Alt und Jung zusammen kommen. Dafür ist dieser Ort ideal. Wenn dort Urban Gardening verwirklicht werden würde, wären auch tolle generationsübergreifende Projekte möglich."

Der Gemüsemarkt befindet sich im Areal des Sanierungsgebiets VII Steinwegvorstadt. Eine Aufwertung ist grundsätzlich vorgesehen. Konkrete Pläne für den Gemüsemarkt wurden bislang jedoch nicht erstellt. Durch die Lage im Sanierungsgebiet sind staatliche Förderungen grundsätzlich möglich.