"Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut", unter lauten Protestrufen zogen am Freitag knapp 200 Schülerinnen und Schüler vom Gymnasium Alexandrinum bis zum Bahnhofsplatz. "Hier sind viele Leute, die noch nicht wählen können, aber eine Stimmen haben und es verdienen, gehört zu werden", betonte Elias Zeltner bei der Abschlusskundgebung am Bahnhofsplatz.Anlass war der globale Klimastreik zur Europawahl.

Unter den Demonstranten fanden sich diesmal nicht nur Schüler. "Bei der letzten Veranstaltung an einem Samstag Ende April waren auch einige Erwachsene dabei", sagt Zeltner. Freitags sei dies bisher noch nicht der Fall gewesen. Ob die Schüler mit Konsequenzen für das Fernbleiben vom Unterricht rechnen müssen, steht bislang nicht fest: "Die Schulen haben zwar gedroht, aber wie die Strafen aussehen ist unklar", so Wolfram Klatt.

Für den Aktivisten ist die Klimadiskussion mit einer Menschenrechtsdiskussion gleichzusetzen: "Kleine Inseln gehen unter und durch die zunehmende Hitze steigt die Zahl der Choleraerkrankungen", erklärt Klatt. Das Thema Nachhaltigkeit kann seiner Meinung nach nicht unabhängig vom Klimaschutz behandelt werden.