Zahlreiche Zuhörer waren zum festlichen Jubiläumskonzert anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Musikschule Coburg ins Kongresshaus gekommen, wo ein reichhaltiges Musikprogramm - ausgeführt von Jung und Alt - auf sie wartete. Vorsitzender Peter Jacobi dankte dem "Gesicht" der Musikschule, Dietmar Schaffer, der als Leiter das Institut kontinuierlich aufwärts geführt habe. Gleichzeitig sprach Jacobi die Finanznöte der Schule an, denen mit der Gründung eines Fördervereins begegnet werden soll.

Die Glückwünsche der Stadt Coburg überbrachte Dritter Bürgermeister Hans-Heinrich Ulmann (CSB), der versprach, dass die finanzielle Unterstützung wie bisher weitergeführt werde. Hohen Besuch gab es aus Erding mit Landrat Martin Bayerstorfer, dem Präsidenten des Verbandes Bayerischer Sing- und Musikschulen, der forderte, jedem Kind die Möglichkeit zu bieten, diese moderne Bildungseinrichtung zu besuchen.

Mit einem flotten "Fiddle-Kids-Rag" und einem feurigen "Czardas" von Andrea Holzer-Rhomberg eröffnete ein 14-köpfiges Streicherensemble mit Klavier schwungvoll die reichhaltige Vortragsfolge, bei der sich Gruppen- und Solodarbietungen abwechselten. Leider können aus Platzgründen hier nicht alle erwähnt werden. Solistisch präsentierten sich die kleine Rahel Keil (Klavier) schon recht sicher mit einem Marsch von Schostakowitsch und Alexandra Körtge (Violine) sauber mit Variationen von Alfred Koerppen. Vierhändig boten Noelle Günther und Johanna Josten temperamentvoll "Horo" von P. Hadijev. Schon anspruchsvollere Stücke boten überlegen Agnes Frittrang (Violoncello) mit "Sicilienne" von Fauré, Maximilian Wangemann (Violine) mit der "Allemande" aus der Partita d-Moll von Bach sowie Elias Pfetscher (Gitarre) mit dem Finale aus "Echos from the past" von Walther Theisinger.

Weitere Höhepunkte waren die Gesangsnummer "The greatest Love of all" von Whitney Houston mit den klaren Stimmen von Linnea Benz und Katharina Trapp, die fingerfertig von dem jungen Virtuosen Marcel Ruppel gespielten Mozart-Variationen und der Tango nuevo "Caricias", den Henrik Letzer und Kevin Sauer überlegen und ausdrucksvoll im Akkordeon-Duo darboten.

Daneben gab es noch eine Reihe von Ensemblestücken verschiedenster Besetzung, aus denen die klangvoll präzisen 14 Gitarren und die beweglichen vier Violinen in dem Concerto D-Dur von Telemann herausragten. Lautstarken Abschluss des Jubiläumskonzerts bot die mit vier E-Gitarren und Schlagzeug antretende Musikschul-Band, die routiniert das "James Bond Thema" und nach reichem Beifall noch eine rockige Zugabe darboten.