Die Reaktion der CSU auf den "Seepferdchen"-Antrag der SPD-Stadtratsfraktion lässt sich sowohl mit einem "Ja, gerne" als auch einem "Ja, aber" umschreiben. Denn der Antrag der SPD, die Stadt möge für jedes Kind ab fünf Jahre einen Schwimmkurs bezahlen und somit zumindest das "Seepferdchen" ermöglichen, geht den Christsozialen nicht weit genug.

In einer Stellungnahme schreibt der stellvertretende CSU-Vorsitzende Dominik Heike, dass man zuletzt sehr viel über dieses Thema mit Eltern und anderen Beteiligten gesprochen habe. Dabei habe sich im Austausch mit den Vertretern der Schulen beziehungsweise mit der Bäder GmbH und Elternvertretern ein anderes Bild ergeben als es von der SPD geschildert wurde. So sei der CSU von den Grundschulen "einhellig bestätigt" worden, dass der Schwimmunterricht viel seltener ausfalle als dargestellt.

Initiativen der Grundschulen

Als "sehr erfreulich" bezeichnet es Dominik Heike, dass beide Neustadter Grundschulen bereits über eigene Initiativen verfügen, die eine grundsätzliche Schwimmausbildung von den Schülern ermöglicht. Übereinstimmend sei aber auch berichtet worden, dass das Hauptproblem im Nachgang der Schwimmkurse liegen. "Ein einziger Schwimmkurs mit Abschluss des Seepferdchens führt leider nicht dazu, dass die Kinder sicher schwimmen können", gibt Dominik Heike zu bedenken. Das würden auch die aktuellen Statistiken zu Schwimmunfällen zeigen. "Es bedarf daher zur Unfallvermeidung vor allem weiteren Trainings, welches die Schulen bereits aus Zeitgründen nicht leisten können", so Dominik Heike.

Um eine umfassende Schwimmausbildung in Neustadt zu garantieren, sollte man daher laut Heike "zweigleisig fahren": So könnte man den SPD-Antrag grundsätzlich akzeptieren, aber auch den Vorschlag von der Direktorin des Arnold-Gymnasiums, Ursula Kick-Bernklau, aufnehmen, auch die Kosten für Ferienschwimmkurse zu übernehmen. "Dies stellt eine vernünftige Unterstützung der schulischen Schwimmkurse dar", findet Heike. Ergänzt werden sollte dies durch eine sogenannte "Seepferdchenprämie".

Kostenloser Eintritt?

Diese könnte derart ausgestaltet sein, dass die Stadt die Kosten für eine gewisse Anzahl an Eintritten für die Schwimmneulinge übernimmt und gleichzeitig einer Aufsichtsperson kostenlos Eintritt gewährt. Heike erklärt: "So wäre gewährleistet, dass eine ordentliche Ausbildung, sollte sie im Schulunterricht noch nicht komplett erfolgt sein, stattfindet und gleichzeitig der besonders wichtige Übungsbedarf gedeckt wird."