"Wo andere aus dem Haus rennen, rennen unsere Feuerwehrleute rein, um Leben und Hab und Gut zu retten", wie Bürgermeister Udo Siegel beim Feuerwehrehrungsabend der Gemeinde Großheirath zu Beginn seiner Laudatio feststellte. Die Gemeinschaft sowie die Städte und Gemeinden wären ohne ihre Feuerwehren ärmer, denn sie trügen neben ihren vielfältigen Aufgaben viel zum kulturellen Leben bei, betonte das Gemeindeoberhaupt.

Sieben Feuerwehrmänner wurden beim Ehrungsabend der Gemeinde Großheirath, der im Haus der Begegnung sehr festlich ausgerichtet wurde, für 25 Jahre und 40 Jahre aktiven Dienst in der Feuerwehr geehrt . "Es sind keine ,Karteileichen‘, die wir heute ehren. Alle haben sich um das Gemeinwohl verdient gemacht und immer hohe Leistungsbereitschaft gezeigt", wie Siegel betonte. Er blickte auf die Zeit vor 40 Jahren zurück, als keine Wehr in der Gemeinde ein Fahrzeug hatte und nur mit Tragkraftspritzenanhänger ausgerüstet war. Zurzeit laufe auch die Ausschreibung für ein neues LF10 für die Feuerwehr Großheirath. "Denn das Leben heißt Veränderung", wie der Bürgermeister betonte. Im Laufe der Zeit habe sich sehr viel verändert, und die Herausforderungen an die Wehr und an die Technische Ausrüstung seien erheblich gestiegen. Eine ständige Fort- und Weiterbildung seien nötig. Alle Floriansjünger stellten sich dieser Herausforderung, im Besonderen die Jubilare, die wirkliche Vorbilder für die Jugend und für die Gesellschaft seien. Denn die beste Technik müsse von Menschen, die wissen, was sie tun und auch die richtigen Entscheidungen treffen können, bedient werden.


Stolz auf die Feuerwehren im Gemeindegebiet

Der Bürgermeister der Gemeinde Großheirath ist sichtlich stolz auf seine Feuerwehren im Gemeindegebiet. Er sprach die Hoffnung aus, dass die Jubilare noch lange bei der Feuerwehr bleiben und ihre Erfahrungen an die Jugend weitergeben mögen. Siegel lobte weiterhin Lothar Hümmer, der in der Verwaltung 28 Jahre als Feuerwehrbeauftragter tätig war. Er habe sich stets für die Feuerwehr eingesetzt. Hümmer wurde jetzt in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Gleichzeitig stellte er auch seinen Nachfolger Marco Rothämel vor. Alle Feuerwehrkommandanten dankten Lothar Hümmer für die gute Zusammenarbeit und überreichten einen "Feuerlöscher" mit Inhalt.

Mit einer eigenen Veranstaltung drücke die Gemeinde ihre Wertschätzung gegenüber ihren langjährigen Wehrmännern aus, wie Landrat Michael Busch feststelle. Es sei in der heutigen modernen Zeit nicht mehr selbstverständlich, freiwillig und uneigennützig anderen zu helfen, sich Gefahren auszusetzen und immer bereit zu sein. "Unsere Gesellschaft lebt von den Menschen, die mehr als nur ihre Pflicht tun", sagte der Landrat. Denn einige der Jubilare hätten auch Verantwortung in ihren Feuerwehrvereinen übernommen. Neben den regelmäßigen Übungen und Fortbildungen gehöre auch die Kameradschaftspflege bei den Feuerwehren dazu, denn im Einsatzfall müsse man sich aufeinander verlassen. Busch lobte im Besonderen die gute Kinder und Jugendarbeit, die in der Gemeinde Großheirath geleistet wird. Denn über 200 Feuerwehrleute, die freiwillig in der Gemeinde Großheirath ihren Dienst tun und einen wertvollen Beitrag für Leben im Ort leisten, sprächen für sich.
Kreisbrandrat Manfred Lorenz ging auf das breite Aufgabenspektrum der Feuerwehren ein. Deshalb habe sich der Kreisbrandrat zum Ziel gesetzt, dass auch in Zukunft ausreichend Feuerwehrleute zur Verfügung stehen, die Verantwortung übernehmen und die notwendige Technik bedienen können.

Eine Werbemaßnahme sei auch das Public-Viewing bei der Großübung auf der ICE-Brücke bei Rödental gewesen, das von der Bevölkerung sehr gut angenommen wurde. Dort sei eindrucksvoll gezeigt worden, was die Wehren alles leisten müssten und wie vielfältig der Feuerwehrdienst sei. Der Kreisbrandrat möchte außerdem erreichen, dass sich mehr Frauen für den Feuerwehrdienst interessieren und sich auch Quereinsteiger für den Feuerwehrdienst begeistern. Außerdem hatte Lorenz noch eine besondere Ehrung im Gepäck. Er konnte Markus Kreidler von der Feuerwehr Rossach mit dem Ehrenzeichen in Bronze des Kreisfeuerwehrverbandes Coburg auszeichnen.
Die Laudatio auf die Jubilare hielten die Kommandanten der jeweiligen Wehr. KBI Reinhard Hartung verlas die Laudationes für Feuerwehrkameraden, die 40 Jahre Dienst getan haben.

Der Männergesangverein Neuses an den Eichen unter der Leitung von Brigitte Buron gab dem Ehrungsabend mit seinen Liedvorträgen einen festlichen Rahmen. Die Feuerwehr Gossenberg übernahm zusammen mit ihrer Jugendgruppe die Bewirtung beim Ehrungsabend.

Für 25 Jahre wurden mit dem staatlichen Feuerwehrehrenzeichen in Silber und Urkunde ausgezeichnet: Markus Kreidler, Ralf Kruzel, Markus Werner (alle Feuerwehr Rossach), Alexander Müller (FFW Neuses an den Eichen) und Alexander Geiger (FFW Watzendorf).
Die Ehrung von Alexander Raab (FFW Buchenrod) wird nachgeholt.
Für 40 Jahre wurden mit der staatlichen Feuerwehrehrenzeichen in Gold plus Urkunde und einem einwöchigen Aufenthalt im Feuerwehrerholungsheim geehrt: Udo Stricker (FFW Großheirath) und Wilfried Krempel (FFW Buchenrod).