Der Weltraum, unendliche Weiten. Die Besatzung der H.Elau 20-18 wird vom Hunger geplagt, und weil ihre Detektoren besonders viel Spaß messen, landen sie bei der Nahrungssuche in der Sport- und Kulturhalle in Frohnlach. Da ist gerade die Prunksitzung der Säraspo - also die beste Gelegenheit für die außerirdischen Gäste, um die Besucher nach einer Gastwirtschaft zu fragen, in der sie ein richtig gutes Schnitzel essen können. Allerdings kann keiner der Anwesenden den intergalaktischen Reisenden so recht helfen, denn schließlich gibt es nunmehr weder in Ebersdorf noch in Frohnlach eine Gastwirtschaft.

Die Säraspo packt diese "Wirt-Schaftskrise" in ihrer Prunksitzung an: Die Moderatoren Melanie Bischoff und Stefan Knauer eröffnen mit "Zur Blauen Eule" kurzerhand ihr eigenes Lokal und begrüßen dort im Laufe des Abends die kuriosesten Gäste. Doch, wie es sich für eine Eröffnungsfeier gehört, kommt zuerst die Prominenz und weiht das Etablissement mit ihren Reden ein. Das Prinzenpaar Emely die Zweite und Louis der Zweite will es gemäß Herbert Grönemeyer halten und fordert: "Kinder an die Macht!" Einen konkreten Änderungsvorschlag haben die beiden auch schon. Das lästige Kopfrechnen an der Schule soll weichen, denn schließlich geht das Rechnen mit Taschenrechner oder Handy ohnehin viel schneller.


Wer will regieren?

Das Prinzenpaar Theresa die Erste und Joschua der Erste bietet sich ebenfalls zum Regieren an, denn es schiene so, als wolle den Job im Moment keiner machen. Ihr Plan für eine reibungslose Machtübergabe: Die Politiker in den ICE in Coburg setzen und weit weg schaffen. Aber, "im Gegensatz zur Coburger Politriege", möchten sie "den Zeitpunkt mit Intelligenz wählen" und ihr Vorhaben bei Sonnenschein und nicht im Schneegestöber durchführen.

Nach der Einweihung des Lokals lassen die ersten Gäste nicht lange auf sich warten. Die JuKids fegen als Besuch von einem anderen Stern über die Bühne und tanzen "völlig losgelöst" als Aliens und Astronauten. Danach nimmt sich das Frauenkomitee des Fußballs an und widmet sich dabei besonders der diskutierten Fusion um den VfL Frohnlach und den SC Sylvia. Heißt es am Ende da "Weine nicht, wenn kein Tor mehr fällt" oder "Ti Amo"? Gernot Schöpf, Präsident der Säraspo, gab sich als VfLer auf jeden Fall die größte Mühe, die Sylvianerin Mirjam Greiner von sich zu überzeugen.

Mit Melanie Bischoff als "Till" betrat ein Gast die "Blaue Eule", der kein Blatt vor dem Mund nimmt und Politik und Gesellschaft den Spiegel vorhalten möchte. In diesem Jahr muss der Landrat Michael Busch (SPD) dran glauben, der das Ganze aber mit Humor nimmt. Erst einmal wird er dazu aufgefordert, sein Handy wegzulegen und "nicht mehr zu dillern". Schließlich habe er das im vergangenen Jahr schon oft genug gemacht und seine Freunde in den Sozialen Netzwerken mit Bildern seiner Hunde, Faschingsbildern und Fotos mit Uli Hoeneß schon genug versorgt, in den lokalen Zeitungen sei er sogar 465 Mal abgelichtet worden. Der Stammtischbruder Karl-Heinz (Stefan Knauer) packt die Geschichten seiner Stammtischbrüder aus, das Julchen aus Scheßlitz (Carmen Grieß) erzählt unterdessen von Krusch-Schubladen und dem Alltag als Ehefrau.


"Rotkäppchen" ganz anders

Auch für die Unterhaltung der Gäste ist bestens gesorgt: Die Purzelgarde setzt das Märchen "Aschenputtel" tänzerisch um, während die Erwachsenen "Rotkäppchen" neu erzählen. Die Kindergarde tanzt zum Sportfreunde Stiller Song "Ein Kompliment" und bekommt mit den Zugabe-Rufen ein Kompliment vom Publikum zurück. Die Eichbergsänger überzeugen zuerst mit Witz und dann mit Gesang, bei ihrem Chris-Roberts-Medley führt die erste Polonaise durch den Saal. Die zweite formiert sich beim Lichtenfelser Fanfarenzug, der mit der diesjährigen Show die Zuschauer mit Songs wie "Viva Las Vegas", "I will survive" und "Sex Bomb" in die schillernde Welt von Las Vegas entführt. In den Wilden Westen geht es mit dem Tanz der "Kohlis", die "Lunatics" erzählen unterdessen eine tänzerische Liebesgeschichte aus 1001 Nacht.

Nach dem großen Finale regnet es Konfetti auf das Publikum, das bei der Musik von "Frankenpower" noch bis tief in die Nacht hinein weiterfeiern konnte.