"Rundum gelungen!" - Das ist Gaby Heyders Fazit, nachdem die norwegische Band a-ha mit ihrem Konzert am Mittwoch den Schlusspunkt zum HUK-Open-Air-Sommer 2018 gesetzt hatte. "Es kommt vor, dass ein Techniker schlecht gelaunt ist oder auch eine Band", sagt die Geschäftsführerin des Veranstaltungsservice Bamberg schmunzelnd, das habe es diesmal gar nicht gegeben. "Keinerlei Heckmeck oder Sonderwünsche!"

Insgesamt zählten die fünf Konzerte rund 28 000 Besucher. Die Kelly Family war mit 9000 Besuchern ausverkauft, ebenso James Blunt mit 6000 Besuchern; 5000 waren es bei Revolverheld, 4500 bei Santiano und 4000 bei a-ha. Zwar war das a-ha-Konzert etwas hinter den Erwartungen geblieben, aber die Band selbst sei zufrieden gewesen.

Woran es gelegen hat, dass sich ausgerechnet die drei Kult-Norweger schlechter verkauft haben, kann Gaby Heyder nicht genau sagen. Bei vielen deutschen Künstlern gebe es ein Nord-Süd-Gefälle, der eine komme im Norden besser an, der andere im Süden. Ähnlich sei das bei a-ha gewesen, im Norden seien um die 9000 Zuschauer gekommen, in Fulda 4500 - ähnlich wie in Coburg - ,und Freiburg sei miserabel gelaufen. "Dabei kennt man das bei internationalen Künstlern eigentlich so gar nicht." Dass es am Ticket-Preis gelegen haben könnte, glaubt Gaby Heyder nicht. Der sei zwar mit knapp 75 Euro "für ein Landkonzert an der oberen Grenze" gewesen, "aber der Band und der Tournee angemessen".

Insgesamt sei die Abfolge der Konzerte "sehr rund" gewesen. "Die Mischung hat's ausgemacht." Die Veranstalterin steht bei jedem Konzert selbst mit an der Kasse und hat daher einen guten Überblick, wer kommt. "Das war diesmal ein ganz unterschiedliches Publikum." Gerade Santiano - ihr ganz persönlicher Favorit in diesem Jahr - habe dafür gesorgt, dass auch einmal ältere Besucher gekommen seien. Die Stimmung fand Gaby Heyder interessant. "Bei den ersten Nummern dachte ich noch, oh, das wird heute ein getragenes Konzert. Aber dann war ich bass erstaunt, was die für eine Stimmung bringen."

2019: Zwei Verträge stehen schon

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Bei a-ha sei sie besonders von der Professionalität begeistert gewesen. "Allein diese Lightshow!" Das technische Grundgerüst wird gestellt und ist für jeden Künstler gleich, aber jeder bringt noch eigene Technik mit. "Faszinierend, was die draus gemacht haben."

Zum kommenden Jahr darf Gaby Heyder noch nicht viel verraten, nur so viel: Zwei Verträge sind unterschrieben, der dritte wird besprochen, der vierte ist in Vorbereitung. Mehr gebe es dann Anfang Oktober.

Apropos verraten: Revolverheld-Sänger Johannes Strate hatte offen vom Stadtbummel der Band erzählt, doch kaum jemanden dürfte aufgefallen sein, dass auch James Blunt in Coburg unterwegs gewesen war. "Der hat immer sein Klappfahrrad dabei", sagt Gaby Heyder lachend. Genau deswegen wird er aber meistens gar nicht erkannt.

Händeschütteln vor dem Konzert gab es dann allerdings nur bei a-ha. Das Meet & Greet, das das Tageblatt verlost hatte, sei eine große Ausnahme und daher ein exklusives Extra der Norweger für Coburg gewesen.