Spiele gegen den EHV Aue haben für den HSC 2000 Coburg immer einen gewissen Derbycharakter. Am morgigen Samstag ist es wieder soweit. Die Erzgebirgler gastieren in der HUK-Arena. Anwurf ist um 19.30 Uhr. Die Gäste wollen sich dann für ihren schwachen Hinspielauftritt rehabilitieren.

Damals haben die Coburger den Gegner dominiert, obwohl sie in den Jahren zuvor dort nicht gewonnen hatten und mit viel Respekt in Aue antraten. Der Erfolg aus der Vorrunde ist für die Coburger jedoch alles andere als ein Ruhekissen, zumal das letztwöchige Ergebnis in Nordhorn die Alarmglocken beim HSC schrillen ließ.

"Auch gegen Aue geht es wieder von vorne los. Wir müssen uns aufs Neue eine gute Position erarbeiten und unsere Fans werden dabei sicher mithelfen", ist sich Gorr sicher. "Wir müssen weiter akribisch arbeiten und an unser relativ gutes Heimspiel gegen die Vikings anknüpfen", fordert der Übungsleiter eindringlich.

Mit viel Ehrgeiz wollen die Coburger zur gewohnten Sicherheit zurückfinden, die ihnen in Nordhorn etwas abhandengekommen ist. Dort lag es aber auch am Gegner, bei dem mit Buhrmester im Tor und Pöhle im Rückraum gleich zwei Spieler in das Team der Woche einer Handball-Zeitschrift gewählt wurden.

Auf eigene Stärken verlassen

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Trotzdem will der HSC weniger auf die Auer Schwächen als auf seine eigenen Stärken vertrauen. "Wir wollen es selbst steuern und bis zu einem guten Abschluss herausspielen. Halb-Chancen müssen wir tunlichst vermeiden", weiß der Coburger Trainer um die Probleme der letzten Woche. Gegen die Erzgebirgler wird es wichtig sein, diese nicht zu ihrem Spiel kommen zu lassen.

Denn Aue agiert recht "unbequem, besetzt Nischen in der Spielgestaltung, agiert robust und spielt diszipliniert lange Angriffe", begründet Gorr, warum der Gegner mit einem ausgeglichenen Punktekonto im Mittelfeld der Tabelle steht.

Für Aue wären es Bonuspunkte

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Und das trotz ähnlicher Verletzungssorgen wie beim HSC, wobei für die Auer Zählbares in Coburg Bonuspunkte wären im Kampf um einen frühzeitigen Klassenerhalt. Handballerische Feinkost darf jedoch nicht unbedingt erwartet werden.

Ein wichtiger Aspekt wird sein, den starken Rückraum der Gäste unter Kontrolle zu halten. Da ist zum einen auf der rechten Rückraumposition Mindaugas Dumcius und auf der linken Seite Benas Petreikis, vergangene Woche neunmal erfolgreich. Petreikis ist bekannt dafür, oft Eins gegen Eins zu gehen. Zwischen den beiden agiert auf der Mittelposition Erik Meinhardt, von dem Jan Gorr sagt: "Den kennen wir gefühlt schon ein halbes Jahrhundert beim EHV." Der Spielmacher gehört fast schon zum Inventar der Erzgebirgler und ist oft nur schwer unter Kontrolle zu bringen.

Deswegen hofft auch Gorr auf die Rückkehr von Markus Hagelin: "Wir brauchen seine Erfahrung im Abwehrzentrum und auch zur Entlastung. Denn durch sein Fehlen sind einige Wechsel nicht machbar. Allerdings hat er bis Dienstag noch nicht trainiert..."