Mit Andreas Schröder nimmt der HSC Coburg einen Top-Spieler für die nächste Saison unter Vertrag. Er erhält einen Zwei-Jahresvertrag, der sowohl für die 1. Bundesliga als auch für die 2. Liga Gültigkeit hat.

Der 27-jährige Franke wechselt vom Bundesligisten HC Erlangen in die Vestestadt und bringt einiges an Bundesliga-Erfahrung aus Neuhausen, Gummersbach und eben Erlangen mit. Dort läuft sein Vertrag aus und wurde auch nicht mehr verlängert. In der laufenden Saison hat ihn eine Knieverletzung vorübergehend außer Gefecht gesetzt. Aktuell arbeitet er daran, zu alter Form zurückzufinden.

Gemeinsam mit ExCoburger Büdel

Der als besonders abwehrstarke Spieler geltende Schröder teilt sich seine Einsatzzeiten unter anderen mit dem ehemaligen Coburger Nico Büdel, der im linken Rückraum der Erlanger in den letzten Wochen für Furore sorgte und auch im nächsten Jahr dort auf Torejagd geht.

Andreas Schröder ist in Deckung und Angriff ein gestandener Spieler und soll eine Führungsposition im Kader des HSC Coburg einnehmen. Der Rückraumspieler kann gerade mit dieser Erfahrung für das Team bei der weiteren Entwicklung ein wichtiger Faktor sein. HSC-Geschäftsführer Michael Häfner, der gestern sein einjähriges Dienstjubiläum bei den "Gelb-Schwarzen" feierte, ist davon überzeugt, dass vor allem die vielen jungen Spieler, die sich im Rahmen des Coburger Wegs im HSC-Kader weiterentwickeln, von Schröders Verpflichtung enorm profitieren werden.

Webers Zukunft offen

Für den im Winter wegen der Rückenverletzung von Christoph Neuhold verpflichteten Sebastian Weber könnte es dagegen eng werden, denn sein Vertrag läuft beim HSC am Saisonende aus. Zukunft also offen.

Schröder selbst gilt in Fachkreisen als kompletter Spieler, der sowohl in der Defensive als auch in der Offensive Akzente setzen kann. Im Angriff ist er durchaus variabel und kein reiner Shooter, sondern auch für ein kollektiv geprägtes Angriffsspiel zu haben. In der Deckung zeigt er sich als extrem zweikampfstark und übernimmt Führungsaufgaben.

Gorr: "Ein starker Charakter"

"Andi ist ein Spieler mit starkem Charakter und ambitionierten Zielen. Er kann in unserem Team Führungsaufgaben übernehmen und gerade nach dem Verlust von Markus Hagelin im Abwehrverband für die nötige Stabilität sorgen. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit ab der nächsten Saison", sagt Jan Gorr.

"Sicherlich hat uns die regionale Verwurzelung von Andi ein bisschen geholfen, ihn von einem Wechsel nach Coburg zu überzeugen.Wir sind sehr froh darüber, dass er sich entschieden hat, in der nächsten Saison Teil des HSC zu sein", so Geschäftsführer Michael Häfner.

Doch jetzt müssen sich die "Gelb-Schwarzen" in der laufenden Saison erst einmal auf das Meisterschaftsrennen konzentrieren, denn der Vorsprung auf den Drittplatzierten Nordhorn-Lingen beträgt lediglich drei Punkte und am bevorstehenden Freitagabend wartet das schwere Auswärtsspiel bei TUSEM Essen auf den Tabellenzweiten.

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