Noch lässt die Zusammensetzung in den vier dritten Handball-Ligen für die Saison 2013/2014 auf sich warten. Das hängt auch damit zusammen, dass nach dem Verzicht des VfL Edewecht für die kommende Saison ein Platz frei geworden ist. Deswegen wird derzeit eine Relegation der Tabellen-Vierzehnten der abgelaufenen Spielzeit zwischen HSG Art-Düsseldorf, TSV Neuhausen/Fildern und HSG Gensungen-Felsberg gespielt. Die 2. Mannschaft der SG Flensburg-Handewitt hat auf eine Teilnahme verzichtet.

Relegation läuft noch

In dieser einfachen Runde hat sich bereits jetzt die HSG Art-Düsseldorf mit zwei Siegen durchgesetzt (38:27 gegen die HSG Gensungen-Felsberg und 27:24 beim TSV Neuhausen/Fildern) und verbleibt somit in der 3. Liga. Dennoch wird am kommenden Samstag das im Normalfall nicht mehr notwendige Spiel zwischen der HSG Gensungen-Felsberg und dem TSV Neuhausen/Fildern ausgetragen. Die Verantwortlichen wollen sich dafür wappnen, falls noch eine Mannschaft auf eine Teilnahme an der kommenden Meisterschaftsrunde der 3. Liga verzichtet. Als "heißer Kandidat" hierfür wird derzeit die TG Münden aufgrund fehlenden Spielermaterials gehandelt.

Nach dem letzten Relegationsspiel soll dann am kommenden Wochenende die endgültige Weichenstellung für die Saison 2013/2014 erfolgen. Anders wie noch in der letzten Woche berichtet, könnte es hierbei auch zu einem großen Südrutsch kommen. Auslöser für die mögliche Staffelveränderungen ist eine andere Zusammensetzung der Nordliga. Denn die bislang im Westen beheimateten "Nordlichter" Wilhelmshavener HV, OHV Aurich und HSG Varel-Friesland wollen und sollen in den Norden wechseln. Dies führt natürlich auch in den anderen drei 3. Ligen zu Verschiebungen.

Im Fokus liegen derzeit die hessischen und bayerischen Vereine. Da Vereine eines Landesverbandes auch in nicht mehr als in zwei der 4. Ligen aufgeteilt werden, wird auf Funktionärsebene derzeit darüber diskutiert, die hessischen oder bayerischen Vereine in der 3. Liga Ost zu lassen beziehungsweise zu verschieben. Spielt ein Großteil der hessischen Vereine in der 3. Liga Ost, bedeutet dies, dass die bayerischen Teams wohl die Liga wechseln müssen. Derzeitige Planungen zeigen unter anderen Möglichkeiten auf, dass die durch das Verschieben des TV Kirchzell, der TSG Groß-Bieberau und des TV Groß-Umstadt in die Ost-Liga frei werdenden Plätze in der Süd-Staffel durch die bayerischen Vereine aufgefüllt werden.

Das würde bedeuten, dass neben dem HSC Bad Neustadt und dem SV 08 Auerbach, auch der HSC 2000 Coburg im kommenden Jahr in der 3. Liga Süd spielt. Der Bayernmeister und Aufsteiger TSV Rödelsee ist bereits für diese Liga Süd vorgesehen.

Wenn alle, dann alle

Sollte das so kommen, müssen sich die Mannen von Jan Gorr komplett neu orientieren und auch die Fahrwege würden deutlich anwachsen. HSC-Vorstandssprecher Stefan Apfel zu der Thematik: "Offiziell ist bei uns darüber noch nichts bekannt. Derzeit ist ja sowieso alles noch hypothetisch und eigentlich ist es mir auch egal. Wichtig ist aber, dass wir bei einer Verschiebung in den Süden unsere Derbys behalten und wirklich alle bayerischen Teams, wir mit Bad Neustadt und Auerbach dann in einer Liga spielen."

Sollte es so kommen, kann der HSC 2000 Coburg die Eingliederung in die 3. Liga Süd durchaus positiv sehen. Im Jahr 2007 gelang aus der Süd-Liga der Aufstieg in die 2. Handball-Bundesliga.