Die Anlage des Zweckverbandes zur Abwasserbeseitigung "Mittlerer Itzgrund" ist in die Jahre gekommen. Dies, so der Kämmerer Bernd Friedel, führe dazu, dass die Kosten für Reparaturen ständig in die Höhe gingen. Dies mussten die Mitglieder des Gemeinderats in der Sitzung am Montag akzeptieren.


Marode Kanäle



So sind im Haushaltsjahr 2012 Kosten für den Betrieb der Kläranlage in Höhe von 123 000 Euro angesetzt, im Vorjahr waren es 89 500 Euro. Wenig erfreulich war deshalb der Ansatz im Haushaltsplan des Abwasserzweckverbandes Mittlerer Itzgrund. Danach muss die Gemeinde Niederfüllbach im Haushaltsjahr 2012 mächtig in die Tasche greifen und insgesamt 190 573 Euro aufbringen. Hauptursache, so Friedel, sei der große Fremdwasseranteil. Dieser sei von 11,9 Prozent im Jahr 2010 auf 15,4 Prozent im Jahr 2011 gestiegen und damit höher als der Anteil des Schmutzwassers.


"Dringend etwas tun"



"Wer einen hohen Fremdwasseranteil hat, muss zahlen", erklärte Friedel das Problem und führte als Gegenbeispiel die Gemeinde Untersiemau an. Sie bekommt durch den geringen Fremdwasseranteil Geld zurück. Der Kämmerer führt das Fremdwasser auf die maroden Kanäle zurück. So seien im Vermögenshaushalt 35 700 Euro Ersatzbeschaffungen eingestellt und 325 000 für die Erneuerung der Belüftungsanlage. Der Rat des Kämmerers: "Wer hohes Fremdwasser hat, sollte am Kanal dringend etwas tun. Dazu gehört auch die Gemeinde Niederfüllbach."

Drei Entwürfe


Der Eschenstumpf im Schlosspark wird künstlerisch bearbeitet. Dies beschlossen die Mitglieder des Gemeinderats bei drei Gegenstimmen. Walter Esch (SPD), Edgar Krauß (SPD) und Frank Gallinsky (CSU) stimmten dagegen. Ursprünglich hatte der Gemeinderat beschlossen, den mächtigen Baumstumpf am Bach aus Sicherheitsgründen zu fällen.

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