Der 10. offene Coburger Bouldercup des DAV Coburg steigt am Samstag im Kletterzentrum. Boulder-Wettbewerbe sind kurzweilig und spannend, also ausgesprochen attraktiv für die Zuschauer. Alle Interessierten sind eingeladen, sich ein Bild von dieser noch jungen und aktuell voll im Trend liegenden Sportart zu machen.

Die Finals starten am Samstag um 17.30 (Damen) und 18.30 Uhr (Herren) und versprechen spektakulären Sport mit Hochspannung. Anschließend gibt es eine Pizza-Party für alle Teilnehmer und Zuschauer. Der Eintritt für Zuschauer ist frei.

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Knapp 200 Teilnehmer sind bereits gemeldet, der überwiegende Teil davon Gäste. Sowohl bei den Damen wie bei den Herren ist das Starterfeld hochkarätig besetzt. Von der Lokalmatadorin und deutschen Spitzenkletterin Sofie Paulus über weitere Damen, die schon bei Deutschen Meisterschaften erfolgreich waren, bis hin zu einer ganzen Reihe starker Herren, wie Floyd Simen aus Bayreuth und Maxi Zwicklbauer aus München - die Zweitplatzierten aus den Jahren 2018 und 2019.

Boulderbereiche ausgeschraubt

Der DAV Coburg betreibt hohen Aufwand, um diesen Wettbewerb auszurichten und für Teilnehmer und Zuschauer ein ausgewogenes und anspruchsvolles Programm zu bieten. Das Organisationsteam hat beide Boulderbereiche des Coburger Kletterzentrums komplett ausgeschraubt und auch die Wände der Kletterhalle werden zum Bouldern umgebaut und mit Weichbodenmatten ausgelegt. Es entstehen so über 50 Wettkampfboulder. Der Kinder-Wettbewerb beginnt um 9 Uhr, Registration ist bis 8.45 möglich. Gebouldert wird in drei Altersklassen: Jugend D (Jahrgänge 2008 und 2009) und jünger, Jugend C (07 und 06) und Jugend B (05 und 04). Die Erwachsenen haben ab 13.30 Uhr Gelegenheit, die 25 - am Vortag vom Organisationsteam neu geschraubten - Boulderaufgaben in Angriff zu nehmen. Jeder kann mitmachen, das Schwierigkeitsspektrum reicht von leicht bis richtig schwer. Bei den Kindern sind allerdings schon seit einer Woche keine Nachmeldungen mehr möglich

Das Bouldern fordert im Vergleich zum "normalen" Klettern mit Seil an höheren Wänden eher die Maximalkraft und die technischen Fähigkeiten. Es werden meist kürzere Sequenzen geklettert, die hohe Anforderungen an Geschicklichkeit, Körperspannung und Beweglichkeit stellen. Viele Bewegungen werden dynamisch ausgeführt.

Auch als Wettkampfdisziplin hat sich Bouldern etabliert. Sogenannte Fun-Wettbewerbe erfreuen sich großer Beliebtheit und werden heute von vielen Sektionen und Hallenbetreibern angeboten. In der Spitze gibt es Landes- und nationale Meisterschaften sowie eine Weltcupserie. In Tokio wird Bouldern in Kombination mit Lead- und Speed-Klettern in diesem Jahr erstmals olympisch sein. Für die Wettkämpfe werden in den Kletter- und Boulderwänden spezielle Aufgaben "geschraubt", die sich nach Schwierigkeit und Art der anzuwendenden Techniken unterscheiden. Beim Coburger Wettkampf warten in der Qualifikation etwa 25 solcher "Probleme" auf die Teilnehmer.

Hier darf drei Stunden in freier Reihenfolge probiert werden. In die Wertung geht das Erreich des Top-Griffs, aber auch die Anzahl der benötigten Versuche ein. Die besten sechs kommen ins Finale und haben dort für vier Aufgaben jeweils vier Versuche.ble