Auch wenn Patrick Süskinds "Der Kontrabass" von einem Schauspieler interpretiert wird und keinerlei Arien oder sinfonische Zwischenspiele enthält ist es eigentlich eines der großen Musikdramen unserer Spielzeit - und daher ein Muss für jeden Musikfreund - weil es um den Kern des Musizierens geht und damit um den Kern der Kunst.


Literarisch-musikalische Frechheit



Süskind hat eine literarisch-musikalische Frechheit im 90-Minuten-Spielfilmformat geschaffen, die zu einem modernen Klassiker des Theaters geworden ist. Dabei ist "Der Kontrabass" im Gegensatz zum beschriebenen Musikinstrument nicht groß und warmherzig, sondern klein und gemein.


"Spießer im Gewand des Künstlers



"Der Kontrabass" nimmt vordergründig den Musikbetrieb aufs Korn, wo man den Nachwuchs eher auf Virtuosität und Funktionieren denn auf Kreativität und Ausdrucksstärke trimmt und der "Musikant" gleichwohl vom "Künstler" mit Verachtung gestraft wird. Aber Süskind schuf mit seinem Solo auch eine Parabel auf das Leben als "Rädchen im Getriebe" und auf den "Spießer im Gewand des Künstlers".



Termine


30. September, 2., 3., 5., 7., 19., 20., 21., 23., 24. Oktober, 20 Uhr (weitere Termine geplant)