Da machten die Mitarbeiter der Hummel Manufaktur große Augen: Auf Einladung ihres Chefs, des Unternehmers Bernd Förtsch, besuchte Thomas Gottschalk vergangene Woche die Produktionsstätte in Rödental.

Der beliebte Entertainer, der wie Förtsch ("Hummel ist mir eine Herzensangelegenheit") aus Kulmbach stammt, informierte sich im Rahmen einer ausgiebigen Führung mit ihm und Hummel-Markenbotschafter Joffrey Streit über die Historie des Traditionsunternehmens und die aufwändigen Produktionsprozesse der handgemachten Figuren.

Seinem Ruf als umgänglicher Promi wurde er dabei gerecht: Gottschalk nahm sich jede Menge Zeit für Gespräche - und natürlich Selfies - mit den Hummel-Mitarbeitern.

Gottschalk, der vergangenen Monat 68 Jahre alt wurde, zeigte sich davon beeindruckt, dass Bernd Förtsch durch die Übernahme der Hummel Manufaktur nicht nur Arbeitsplätze in der Region sichern konnte: Mit seinem Engagement habe er auch die Tradition der Hummel-Figuren, die bereits Generationen von Sammlern weltweit begeisterten, mit viel Engagement in die Neuzeit geführt.
Anschließend ging es für alle mit Familie Gottschalk ins Gasthaus. Der Entertainer ließ es sich nicht nehmen, trotz sommerlicher Temperaturen üppig fränkisch zu speisen. Oder wie er es im Gästebuch beschrieb: "Pfefferhaxe bei 30 Grad! Wette gewonnen! Keep Rockin'!"

Rückblick
Die Ende des 19. Jahrhunderts gegründete Prozellan-Manufaktur Goebel hatte zeitweise über 2500 Mitarbeiter. Vor rund zwölf Jahren endete die Ära jäh mit der Insolvenz. Danach folgten die Ausgliederung der Rödentaler Hummel Manufaktur und weitere Insolvenzen. Goebel firmiert seit 2010 in Bad Staffelstein.

Im Dezember 2017 holte Unternehmer Bernd Förtsch das Traditionsunternehmen vor der Insolvenz. Das Ziel des Gründers der Börsenmedien AG (u.a. "Der Aktionär", Kulmbach): Arbeitsplätze retten, Marketing und Vertrieb verbessern - und mit einer Produktion von nur noch 20 000 Figuren jährlich den Wert der Figuren zu steigern.