Ein erster Entwurf zum Ausbau der Schulstraße kam von der Regierung von Oberfranken mit diversen Stellungnahmen an den Bau- und Umweltausschuss der Gemeinde Großheirath zurück. Im Gemeinderat nahm man die geplanten Maßnahmen noch mal genau unter die Lupe. Dabei kam das Gremium zu der Erkenntnis, die Sicherheit der Kinder sei nicht genügend gewährleistet. Die wesentlichen Forderungen der Regierung waren eine Ausbaubreite auf 5,5 Meter zuzüglich einer Entwässerungsrinne,eines Hochbords am Gehweg, einer Gehwegbreite von 2,50 Metern, eine Verbreiterung der Kurven und eine Bedarfsampel vor dem Schuleingang anstelle einer Aufpflasterung. Den letzten Punkt, nämlich die Aufpflasterung wegzulassen, sah man im Gemeinderat völlig anders. Ratsmitglieder berichteten, sie hätten bereits beobachten können, dass auf dem schon ausgebauten Teilstück ab Rossach zum Schnellfahren eingeladen werde. Eine Bedarfsampel vor dem Schuleingang sichere die Kinder und Fußgänger nur während des Schulbetriebs ab, nicht aber außerhalb der Schulzeiten. Die Ratsmitglieder konnten sich nicht vorstellen, dass die Kinder, die zur Skaterbahn oder auf den Sportplatz wollen, den Weg bis zur Schultüre nehmen, die Ampel drücken und auf der anderen Seite zurückgehen. Bestimmt würden sie den Weg abkürzen. Deshalb konnten die Räte keinen wirksamen Schutz für die Kinder sehen, egal welcher Schaltmodus für die Ampel eingestellt werde. Im Gremium kristallisiere sich die Meinung heraus, das eine Aufpflasterung besser signalisieren würde, langsam zu fahren. Es wurde vorerst kein Beschluss gefasst. Der Bürgermeister bekam den Auftrag, herauszufinden, ob es für eine kombinierte Lösung auch den Zuschuss gibt.

Zu Beginn der Gemeinderatssitzung fand sich das Gremium am Alten Kindergarten in Großheirath ein und nahm den Baufortschritt in Augenschein. Bürgermeister Udo Siegel beschrieb das geplante Schließsystem für das Gebäude, welches von den First Respondern und von den Galileo-Teilnehmern genutzt werde. Alle sollen für ihren Bereich passende Schlüssel bekommen, und nur in der Gemeinde werde es den Generalschlüssel für alle Türen geben. Gemeinderat Johannes Höh erläuterte im Außenbereich, wie die zukünftige Gestaltung des Vorplatzes aussehen soll. Größtes Problem seien momentan die Handwerker, die sämtlich ausgebucht seien, so dass man Wartezeiten habe.

Materialkosten werden zum Teil übernommen

Die Kirchengemeinde Watzendorf hat einen Antrag auf Übernahme der Materialkosten zum Neubau eines Andachtsraumes mit Lagerhalle auf dem Friedhof gestellt. Die bestehende Aussegnungshalle sei baufällig und werde seit Jahren nicht mehr genutzt. Sie werde derzeit abgebrochen. Der Neubau solle mit freiwilligen Helfern erstellt werden. Die Landeskirche habe noch nicht über eine Zuwendung entschieden. Im Gemeinderat war man der Ansicht, es solle eine würdige Halle gebaut werden und nicht nur ein schnöder Unterstellschuppen für ein paar Handwerkszeuge. Bei einer Gegenstimme genehmigte der Gemeinderat die Übernahme der Materialkosten bis zu einer Höhe von 20 000 Euro, abzüglich eventueller Zuwendungen seitens der Landeskirche.

Beim letzten Wolkenbruch im Januar 2018 kam es im Bereich der Itzstraße in Großheirath zu Überflutungen. Ein Anlieger aus der Bachstraße hatte deswegen einen Antrag auf Schutzmaßnahmen vor Überflutungen gestellt. Wie Udo Siegel dazu ausführte, müsse eine Reihe rigoroser Maßnahmen zunächst mit dem Wasserwirtschaftsamt Kronach geklärt werden, bevor gebaggert werde.

Dank für Ideenreichtum

Gemeinderätin Heike Wohlleben berichtete über die Jugendarbeit, die sie maßgeblich leitet. Die Kinder erfahren über Aushänge in der Schule von den geplanten Angeboten, zu denen stets etwa zehn bis 15 Kinder kämen. Udo Siegel dankte Wohlleben für den Ideenreichtum. Der gute Besuch spreche für ihre Arbeit, sagte er.

Für sein 40-jähriges Wirken als Feldgeschworener erhielt Siegfried Thamm die Ehrenurkunde und ein Buchpräsent des Freistaates Bayern. Das Gemeindeoberhaupt würdigte das vertrauensvolle älteste Ehrenamt, das der kommunalen Verwaltung noch übrig geblieben sei. Auch zwei Blutspender kamen zu Ehren. Andrea Schnös erhielt für 100 Blutspenden die goldene Ehrennadel des Bayerischen Roten Kreuzes sowie ein Geschenk der Gemeinde, ebenso Stephan Raab, der 75 Blutspenden abgegeben hat.

lbö