Trachten sind "in". Nicht zuletzt wird das in diesen Tagen wieder beim Oktoberfest in München mehr als deutlich. Aber auch in Oberfranken ist dieser Trend zu spüren und zu sehen - weshalb auch die in der Handwerkerinnung "Profil Cut" zusammengeschlossenen Maßschneider darauf reagiert haben. Sie haben beschlossen, der oberfränkischen Tracht zur "Renaissance" zu verhelfen. Gemeinsam wird für jeden Landkreis ein eigenes Trachtenmodell entworfen.


Orientiert an originalen Vorbildern

"Wir sind stolz auf unsere Region, leben gerne hier und das soll auch in unserer Kleidung zum Ausdruck kommen", bekräftigte Barbara Schwind, die stellvertretende Obermeisterin von Profil Cut, jetzt bei der Präsentation der ersten Modelle. Alle Landkreis-Trachten, so Barbara Schwind, beruhen auf wissenschaftlicher Forschung an originalen Vorbildern sowie an bildlichen und schriftlichen Quellen. "Unterstützt wurden wir von Birgit Jauernig von der Trachtenberatung des Bezirks Oberfranken", erklärte Schwind. Die erneuerte Tracht soll keine Vorschrift sein, sondern dem Geschmack und der Persönlichkeit jeder oder jedes einzelnen entsprechen.

Nach dem Vorbild historischer Originale ist es den Schneidermeisterinnen gelungen, die oberfränkische Tracht wieder zum Leben zu erwecken und in kreative, moderne und tragbare Mode umzusetzen.

Folgende Ateliers sind am Projekt beteiligt: Christines Nähstube (Weidenberg), Maß-Atelier Margit Kastl (Marktredwitz), Mode vom Meister (Marktleuthen), Modeatelier Anita Nickl (Fichtelberg), Studio B/Barbara Schwind (Creußen), CS-Maßmoden (Selb), Meisterliche Ideen aus Stoff (Stammbach), Heidi-Moden (Goldkronach), Atelier Christiana von Roit (Bamberg), Atelier "Samtgwand" (Schwarzenbach/Saale).