Lediglich das Spiel des VfL Frohnlach am Sonntag um 14 Uhr im Nürnberger Frankenstadion gegen die U23-Mannschaft des 1. FC Nürnberg wurde nicht vom Regionalliga-Spielplan an diesem Wochenende gestrichen.
Der Winter hat den Spielbetrieb also fest im Griff. Selbst wenn sich der Winter jetzt nach und nach zurückzieht, könnte es einige Zeit dauern, ehe alle Plätze wieder regulär bespielbar werden. Da muss man die Entwicklung abwarten.
Die Vereine nutzten die Option zu einer Reihe von Testspielen. Auch der VfL Frohnlach testete gegen Ligakonkurrent SC Eltersdorf auf dem Kunstrasenplatz in Hallstadt. Man trennte sich mit einem 2:2-Unentschieden. Eltersdorf hatte bereits mit 2:0 geführt, ehe Tayfun Özdemir und André Bischoff noch für den leistungsgerechten Ausgleich sorgten.
Der "kleine Club" hat das Privileg, im großen Stadion spielen zu dürfen. Dort findet heute die Bundesliga-Partie des 1. FC Nürnberg gegen den SC Freiburg statt und der Rasen wird wohl eine zweite Belastung am Sonntag verkraften. Ein volles Haus wird es morgen natürlich nicht geben, aber es ist anzunehmen, dass es auch auf Regionalliga-Ebene attraktiven Fußball geben wird.
Und es könnte ja sein, dass die Frohnlacher in dieser eindruckvollen Arena ihre zuletzt etwas abhanden gekommene Spielfreude wieder zurückgewinnen. Ob diese Spielfreude gegen die starken Platzherren am Ende auch für einen zählbaren Erfolg reichen wird, bleibt allerdings abzuwarten.

12:0 gegen FC Sand

Der Club, der inzwischen von Dieter Nüssing als Interimscoach für den zu den Profis aufgerückten Michael Wiesinger übernahm, hat sich hervorragend vorbereitet und ist nach einem Trainingslager in der Türkei sehr gut in Schuss. Am Dienstag gewann die Nüssing-Truppe ein Testspiel gegen den FC Sand mit 12:0. In der Tabelle liegt der Club derzeit auf Rang 5, hat Anschluss nach ganz vorne und wird diese Position festigen und ausbauen wollen.
Immerhin haben Illertissen, Buchbach und Seligenporten, also von den Mannschaften auf den Plätzen 1 bis 3, keine Lizenz für die 3. Liga beantragt. Für die Verfolger und damit auch für den Club öffnet sich dadurch die Tür nach oben ein ganzes Stück. Ein Sieg morgen gegen den VfL wird für die Nüssing-Schützlinge also Pflicht sein.
Beim VfL Frohnlach ist nach der jüngsten Trainerdiskussion inzwischen Ruhe eingekehrt. Andreas Schöll wird am Ende der Saison sein Engagement beenden. Stefan Braungardt, Sympathieträger und in seiner aktiven Zeit Publikumsliebling in Frohnlach, wird dann zusammen mit Co-Trainer Alexander Weber auf der Trainerbank Platz nehmen.
Jetzt soll auch die Mannschaft auf dem Feld für klare Verhältnisse sorgen und Farbe für den Verein bekennen und das vorhandene Potenzial in die Waagschale werfen. Trotz des vorletzten Tabellenplatzes ist der Klassenerhalt noch möglich und abschreiben will man dieses Ziel in Frohnlach noch nicht.
Ein erfolgreicher Start ins neue Spieljahr könnte neue Kräfte und neue Hoffnung freisetzen. Und schließlich hat die Mannschaft nach der 1:4-Heimniederlage gegen Nürnberg etwas gut zu machen.
Personell wird es ein paar Umstellungen geben. Daniel Sam, Frank Zapf und Ertan Sener haben den Verein verlassen. Verletzungsbedingt werden morgen auch Torwart Christian Beer und Paul Scheller fehlen. Kristian Böhnlein hat zudem noch seine Rotsperre (Platzverweis im letzten Spiel des Vorjahres in Ingolstadt) abzusitzen.
Marcin Sokotowski tastet sich nach langer Verletzung wieder heran und will es zunächst in der zweiten Mannschaft versuchen. Neuzugang Zackery Mahon kann zum Einsatz kommen, wenn seine Spielberechtigung rechtzeitig vorliegt.