Fremdenführer: Die Löscharbeiten gestalteten sich vor allem auch deshalb schwierig, weil keiner so genau über die sehr verwinkelten Gegebenheiten im betroffenen Altstadtquartier Bescheid wusste. Deshalb wurden im laufe der Nacht mehrere Fremdenführer zu Rate gezogen, die dann zum Beispiel erklären konnten, wo sich im dichten Qualm noch Häuser oder Hinterhöfe befinden.

Turmwächter: Wie früher die Turmwächter standen stets zwei Helfer des THW auf dem Turm der Morizkirche, um von dort die weitere Brand- und Rauchentwicklung zu beobachten.

Technik: Die wichtige Arbeit der "Turmwächter" wurde noch mit Hilfe von zwei technischen Errungenschaft unterstützt. Zum einen kreiste am frühen Sonntagmorgen ein Polizeihubschrauber über dem brennenden und qualmenden Quartier, um mit einer Wärmebildkamera weitere mögliche Brandherde und Glutnester zu lokalisieren. Außerdem stieg eine Drohne auf, an der unten eine Kamera befestigt war. Sie lieferte beeindruckende Luftbilder direkt aus dem Quartier.

Verpflegung: Eine Verpflegungsstelle für alle Einsatzkräfte sowie für alle betroffenen Anwohner wurde im und vor dem Ratskeller eingerichtet.

Strom und Gas: Aus Sicherheitsgründen wurde im gesamten Quartier, das vom Großbrand betroffen war, in der Nacht zum Sonntag die Strom- und Gasversorgung unterbrochen. Inzwischen sind jedoch einige Haushalte wieder am Netz, manche müssen allerdings wohl noch bis Mitte der Woche warten.

Rettungskräfte: Im Einsatz waren am Sonntag zahlreiche Helfer und Mitarbeiter von BRK, THW, ASB, PSNV (Psychosoziale Notfallversorgung), Polizei, CEB, SÜC, Katastrophenschutz der Stadt Coburg sowie von Feuerwehren aus Coburg, Rödental, Neustadt, Ebersdorf, Lautertal, Bad Rodach, Sonnefeld, Itzgrund, Meeder, Ahorn, Weitramsdorf, Lichtenfels und Bad Staffelstein.

Landrat dankt: Auch Landrat Michael Busch (SPD) verschaffte sich am Sonntag vor Ort ein Bild vom dramatischen Geschehen in Coburg und zollte allen Einsatzkräften großen Respekt: "Ich bin dankbar, dass wir so viele und so gute Feuerwehrleute haben."

Lange Leitung: Zur Absicherung des Nachschubs von Löschwasser wurden von den Feuerwehrleuten auch mehrere, jeweils hunderte von Metern lange Schlauchleitungen bis zur Itz gelegt - über den Marktplatz und durch die gesamte Judengasse.

Mehr dazu lesen Sie am Dienstag im Coburger Tageblatt (Printausgabe).