Von der Planung bis zur Übergabe des Mannschaftsfahrzeuges für die Feuerwehr Meeder vergingen über drei Jahre. Am Wochenende fand im Gemeindehof die symbolische und feierliche Schlüsselübergabe statt. Die Feuerwehrleute äußerten sich sehr zufrieden mit dem Fahrzeug, enthält es doch alles, was für einen Einsatz benötigt wird.

Abordnungen aller Wehren aus der Gemeinde Meeder und Lautertal waren in Uniformen angetreten Bürgermeister Bernd Höfer nannte es einen stolzen und freudigen Anlass, gemeinsam der Übergabe und Weihe des neuen Mannschaftswagens beizuwohnen. Investitionen im Bereich des Feuerwehrwesens seien in der Gemeinde nicht immer leicht zu realisieren. Die Ersatzbeschaffung diene letztendlich dem Schutzgut Mensch und zur Sicherheit der Gemeinde. Die insgesamt elf gemeindlichen Wehren erhielten die Gerätschaften, die sie benötigten. Für die Haushaltsjahre 2018 bis 2020 ist laut Höfer ein Investitionsvolumen für die Feuerwehren von rund 600 000 Euro eingeplant. "Dies hat es noch nie in der Gemeinde gegeben", sagte der Bürgermeister. Für die Unterstützung und das Engagement bedankte er sich insbesondere beim Gemeinderat, der den Weg frei gemacht habe und sich für die Wehren ausspreche. Sein weiterer Dank ging an den Feuerwehrverein für dessen Einsatz. 7200 Euro des Anschaffungspreises hat der Feuerwehrverein eingebracht. Vereinsvorsitzender Thomas Kräußlach gab zu verstehen, dass das Geld aus dem Überschuss einiger Sommerfeste resultiere. Bürgermeister Höfer dankte auch Kreisbrandmeister Manfred Brückner, der die Wehren im Gemeindebereich koordiniert. Er wünschte den Kameraden allzeit gute Fahrt und stets eine gesunde Heimkehr von Einsätzen und übergab den Schlüssel für "Florian Meeder 14/1" an den Kommandanten Heiko Meyer.

Kreisbrandrat Manfred Lorenz bedankte sich für die Mittel, die im Gemeindehaushalt eingestellt wurden. Die Richtung habe vor Jahren schon Ehrenkreisbrandinspektor Bruno Baumgärtner vorgegeben. Werbung für den Dienst am Nächsten sei weiterhin unerlässlich.

Es war ein langer Weg

Den langen Weg von August 2015 bis September 2018 für die Beschaffung des Mannschaftsfahrzeuges erläuterte Kreisbrandrat Manfred Brückner. Welches Fahrzeug wird gewünscht und passt es in die Garage, waren die ersten Fragen. Der Gemeinderat befürwortete eine Neuanschaffung. Letztendlich entschied sich die Wehr in Absprache mit der Gemeinde für einen Ford Transit Custom mit 130 PS von der Firma Homert GmbH/Ford Nutzfahrzeuge, Coburg, die mit Michael Fischer vertreten war. Den Ausbau führte die Firma Schulz Elektronic GmbH in Kronach durch. Die Kameraden waren sich einig: Es braucht keinen "Schnickschnack". Es muss zweckdienlich ausgerüstet sein.

Solange Ansprachen gehalten wurden, war das neue Mannschaftsfahrzeug noch nicht zu sehen. Es stand verhüllt unter dem Pavillon der Jugendfeuerwehr Meeder-Lautertal. Manfred Brückner fuhr es mit Blaulicht hervor und stellte es den Feuerwehrkameraden vor. Circa 40 300 Euro kostete das Mannschaftsauto. Der staatliche Zuschuss von 13 100 Euro und der Vereinszuschuss von 7200 Euro ermöglichten die Anschaffung. Kommandant Heiko Meyer bedankte sich beim Verein und bei allen Ansprechpartnern für das gute Miteinander.

Pfarrer war extra angereist

Die Segnung der Kameraden und des Fahrzeuges führte Pfarrer Steffen Lübke durch. Er war über zehn Jahre in der Gemeinde Meeder tätig und begleitete die Wehr in dieser Zeit als Notfallseelsorger. Weil er mit der Feuerwehr Meeder eng verbunden ist, kam er eigens von seiner neuen Wirkungsstätte in Bad Kissingen zur Segnung nach Meeder. Seit seinem Weggang von über zwei Jahren ist die Pfarrstelle vakant. Er segnete das Fahrzeug und die Menschen, die es fahren. Es komme allen Bürgern letztendlich zugute. Als Geschenk übergab Steffen Lübke ein kleines Kreuz für das Fahrzeug. Das Auto hat die Kennung CO-JF 112 und kann acht Personen einschließlich Fahrer transportieren. Nach dem offiziellen Teil lud der Feuerwehrverein Meeder zu einem Umtrunk ein.