Mit einem Heimsieg im Topspiel gegen den FC Eintracht Bamberg hat der FC Coburg dem Meisterschaftsrennen in der Bezirksliga West wieder etwas Spannung verliehen. Vor mehr als 400 Zuschauern setzten sich die Vestekicker gegen den Tabellenführer unter dem Strich verdient mit 3:1 durch und reduzierten den Rückstand auf die noch vor wenigen Spieltagen um zehn Punkte enteilten Bamberger so auf vier Zähler. Die Gäste traten mit fünf A-Jugendspielern an und mussten insgesamt auf zwölf Spieler verzichten.
Den besseren Start in diese letzte Coburger Chance, um die Titelvergabe ein ernstes Wörtchen mitzureden, erwischten allerdings die ebenfalls an Kunstrasen gewöhnten Gäste. Sie wirkten anfangs etwas bissiger und handlungsschneller, während den Vestekickern der Druck, siegen zu müssen, doch anzumerken war. Für Gefahr sorgten vor allem die Standards von FCE-Kapitän Schmittschmitt, der einen direkten Freistoß aus 20 Metern an die Latte setzte (20.) und mit einem weiteren den große Sicherheit ausstrahlenden Coburger Keeper Churilov zu einer Glanzparade zwang (29.). Auf der anderen Seite verpassten Carl, Dilauro und S. Sener. Nach einer halben Stunde hieß es aber plötzlich Vorteil Coburg: Nach einer Sener-Ecke war Mosert am langen Pfosten zur Stelle und köpfte unbedrängt zum 1:0 ein. Diese Führung verteidigte die Heimelf bis zur Pause, wobei bei Linz`s Lattenknaller (44.) Fortuna nochmals hilfreich war.


Deutliche Leistungssteigerung

Der zweite Durchgang gehörte jedoch eindeutig der Christl-Elf: Schon kurz nach Wiederbeginn sorgte Mosert in echter Torjägermanier für die 2:0-Vorentscheidung. Nach einer Hereingabe von Carl setzte er sich im Sitzen und dann Stehen gegen drei Gegenspieler durch (47.). Die Vestekicker verpassten in der Folge gegen den starken Gästetorwart Dellermann das 3:0, ehe wieder Mosert per Kopf am schnellsten reagierte (72.).


Direkter Vergleich ausgeglichen

Statt eines durch S. Sener sogar möglichen Vier-Tore-Vorsprungs (77.) kamen die Gäste mit ihrer ersten Gelegenheit in der zweiten Hälfte doch zum Ehrentreffer, den ihr Bester, Popp, besorgte (80.). Damit egalisierten die Gäste den direkten Vergleich (Hinspiel auch 3:1). Bei Punktgleichheit gäbe es nun am Saisonende ein Entscheidungsspiel. Beim 3:1 blieb es auch trotz einer letzten FCC-Großchance, bei der Guhling zu überrascht war, um das Leder aus fünf Metern kontrolliert verwerten zu können (85.).
Darüber, dass der Erfolg der daheim weiter ungeschlagenen (neun Siege, ein Remis) Vestekicker in Ordnung geht, waren sich beide Trainer einig. Eintracht-Coach Hutzler war mit seiner jungen Notelf nicht unzufrieden, haderte aber etwas mit dem Abwehrverhalten bei den Gegentoren. Die Leistung des Gegners nötigte auch FCC-Trainer Christl höchsten Respekt ab. "Bamberg hat uns alles abverlangt", bekannte er. Insgesamt war die temporeiche und hochklassige Partie eine Werbung für den Amateurfußball.

FC Coburg gegen Eintracht Bamberg 3:1 (1:0)

FC Coburg: Churilov - Kimmel, E. Heinze, F. Carl (ab 90.+2 Teuchert), Schmidt, Mosert (ab 88. Schiebel), E. Sener, S. Sener, Scheler (ab 80. Guhling), Dilauro, Sam.
FC Eintracht Bamberg: Dellermann - Popp, Ott, Schmitt, Wich (ab 46. Schmeußer), Linz, Hofmann, Renner, Kollmer, Schmittschmitt, Nögel.
Tore: 1:0, 2:0, 3:0 Mosert (30., 47., 72.), 3:1 Popp (80.).
Zuschauer: 420.